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IP Schutzarten: Tabelle, Bedeutung und Auswahl für LED Leuchten

Die IP Schutzart zeigt, wie gut das Gehäuse einer Leuchte gegen Berührung, Fremdkörper, Staub und Wasser geschützt ist. Angaben wie IP44, IP54 oder IP65 bestehen aus zwei Kennziffern: Die erste steht für den Schutz gegen Fremdkörper und Staub, die zweite für den Schutz gegen Wasser. Für professionelle LED Beleuchtung in Hallen, Produktion, Landwirtschaft und im Außenbereich gehört die Schutzart zu den wichtigsten Auswahlkriterien.

In diesem Ratgeber erklären wir alle Kennziffern in einer übersichtlichen IP Schutzarten Tabelle, ordnen die wichtigsten Schutzarten von IP20 bis IP69K ein, zeigen die Prüfbedingungen und helfen Ihnen, für jeden Einsatzbereich die passende Schutzart zu wählen.

  • IP44 Spritzwassergeschützt Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Geeignet für geschützte Bereiche mit gelegentlicher Feuchtigkeit.
  • IP54 Staubgeschützt Staub dringt nur in unschädlicher Menge ein, dazu Schutz gegen Spritzwasser. Typisch für Lager und Hallen mit Staubbelastung.
  • IP65 Staubdicht und strahlwassergeschützt Vollständiger Schutz gegen Staub und Schutz gegen Strahlwasser. Häufig bei Industrie-, Stall- und Außenbeleuchtung.

Was bedeutet die IP Schutzart?

IP steht für International Protection, im Englischen oft auch für Ingress Protection. Die Einteilung ist in der DIN EN 60529 festgelegt und gilt für Gehäuse elektrischer Betriebsmittel. Auch die Leuchtennorm DIN EN 60598-1 greift für die Schutzart von Leuchten auf dieses System zurück. Eine höhere Kennziffer bedeutet mehr Schutz, aber nicht automatisch eine bessere Leuchte.

  • IP Kennbuchstaben Die Buchstaben IP zeigen, dass es sich um eine Schutzart nach DIN EN 60529 handelt.
  • 1. Kennziffer Fremdkörper und Staub Die erste Ziffer von 0 bis 6 beschreibt den Schutz gegen Berührung gefährlicher Teile, feste Fremdkörper und Staub.
  • 2. Kennziffer Wasser Die zweite Ziffer von 0 bis 9 beschreibt, gegen welche Art und Stärke von Wassereinwirkung das Gehäuse geschützt ist.

Im Alltag ist oft von IP Schutzklassen die Rede. Fachlich korrekt ist die Bezeichnung IP Schutzart, denn die elektrische Schutzklasse einer LED Leuchte beschreibt etwas anderes: den Schutz gegen elektrischen Schlag. Ebenfalls getrennt zu betrachten ist die IK Schutzart und mechanische Stoßfestigkeit. Eine Leuchte kann also zum Beispiel gleichzeitig IP65, IK08 und Schutzklasse I haben.


IP Schutzarten Tabelle: Was bedeuten die beiden Kennziffern?

Jede Kennziffer hat eine fest definierte Bedeutung. Bis zur Kennziffer 6 schließt eine höhere Stufe die niedrigeren mit ein. Die folgenden Tabellen zeigen beide Kennziffern vollständig.

Erste Kennziffer: Schutz gegen Berührung, Fremdkörper und Staub

Kennziffer Schutz gegen Fremdkörper Berührungsschutz Praktische Bedeutung
IP0X Kein besonderer Schutz Kein Schutz Nur als Einbauteil in einem schützenden Gehäuse sinnvoll
IP1X Feste Fremdkörper ab 50 mm Durchmesser Handrücken Eine Hand erreicht keine gefährlichen Teile, ein Finger unter Umständen schon
IP2X Feste Fremdkörper ab 12,5 mm Durchmesser Finger Kein Finger erreicht spannungsführende Teile. Üblich bei Leuchten für trockene Innenräume wie Büros
IP3X Feste Fremdkörper ab 2,5 mm Durchmesser Werkzeug ab 2,5 mm Auch ein Schraubendreher oder ein dickerer Draht gelangt nicht an gefährliche Teile
IP4X Feste Fremdkörper ab 1 mm Durchmesser Draht ab 1 mm Selbst dünne Drähte, kleine Schrauben oder feine Späne dringen nicht ins Gehäuse ein
IP5X Staubgeschützt: Staub dringt nur in unschädlicher Menge ein Draht ab 1 mm Etwas Staub kann eindringen, ohne die Funktion zu stören. In vielen Lagern und Werkstätten ausreichend
IP6X Staubdicht: kein Eindringen von Staub Draht ab 1 mm Kein Staub gelangt ins Gehäuse. Sinnvoll bei feinem Staub, etwa in der Holzverarbeitung, in Mühlen oder bei der Metallbearbeitung

Zum Berührungsschutz: Geprüft wird mit genormten Prüfkörpern. „Draht ab 1 mm“ bedeutet, dass ein 1 mm dicker Prüfdraht keine gefährlichen Teile im Inneren der Leuchte erreicht.

Zweite Kennziffer: Schutz gegen Wasser

Kennziffer Schutz gegen Wasser Praktische Bedeutung
IPX0 Kein besonderer Schutz Nur für trockene Umgebungen
IPX1 Senkrecht fallendes Tropfwasser Tropfen von oben richten keinen Schaden an
IPX2 Tropfwasser bei bis zu 15° geneigtem Gehäuse Schutz auch bei leicht schräger Einbaulage
IPX3 Sprühwasser bis 60° zur Senkrechten Schutz gegen schräg fallendes Wasser
IPX4 Spritzwasser aus allen Richtungen Schutz gegen Spritzer von allen Seiten
IPX5 Strahlwasser aus allen Richtungen Schutz gegen einen Wasserstrahl aus einer Düse
IPX6 Starkes Strahlwasser Schutz gegen kräftige Wasserstrahlen
IPX7 Zeitweiliges Untertauchen Kurzzeitig unter Wasser, geprüft in 1 m Tiefe
IPX8 Dauerndes Untertauchen Dauerhaft unter Wasser nach Herstellerangaben
IPX9 Hochdruck- und Heißwasserstrahl Intensive Reinigung mit hohem Druck und hoher Temperatur

Wichtig: Oberhalb der Kennziffer 6 bauen die Stufen nicht aufeinander auf. IPX7 und IPX8 schließen den Schutz gegen Strahlwasser nicht automatisch ein.


Welche IP Schutzarten gibt es und was bedeuten sie?

In der Praxis begegnen Ihnen vor allem einige wenige Kombinationen. Die folgende Übersicht zeigt die gängigen IP Schutzarten mit ihrer Bedeutung auf einen Blick.

Gängige IP Schutzarten und ihre Bedeutung:

Schutzart Fremdkörper und Staub Wasser Typischer Einsatz
IP20 Ab 12,5 mm, fingersicher Kein Schutz Trockene Innenräume
IP21 Ab 12,5 mm Senkrechtes Tropfwasser Trockene Räume mit geringer Tropfgefahr
IP23 Ab 12,5 mm Sprühwasser Geschützte Bereiche mit schräg fallendem Wasser
IP24 Ab 12,5 mm Spritzwasser Innenbereiche mit Spritzwasser
IP40 Ab 1 mm Kein Schutz Trockene Räume mit kleinen Fremdkörpern
IP44 Ab 1 mm Spritzwasser Überdachte Bereiche mit Feuchtigkeit
IP54 Staubgeschützt Spritzwasser Lager und Hallen mit Staub
IP55 Staubgeschützt Strahlwasser Staubige Bereiche mit Wasserstrahl
IP64 Staubdicht Spritzwasser Sehr staubige, geschützte Bereiche
IP65 Staubdicht Strahlwasser Industrie, Landwirtschaft, Außenbereich
IP66 Staubdicht Starkes Strahlwasser Stark exponierte Außen- und Industriebereiche
IP67 Staubdicht Zeitweiliges Untertauchen Bereiche mit möglicher Überflutung
IP68 Staubdicht Dauerndes Untertauchen Unterwasseranwendungen
IP69K Staubdicht Hochdruck und Heißwasser Intensive Reinigung, zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie

Was bedeuten IP20 und IP40?

IP20 und IP40 sind typische Schutzarten für Leuchten in trockenen Innenräumen. Beide bieten keinen definierten Schutz gegen Wasser.

  • IP20 Fingersicher Schutz gegen Fremdkörper ab 12,5 mm und gegen Berührung mit dem Finger. Typisch für Leuchten in Büros, Verkaufsräumen und trockenen Lagern, zum Beispiel unsere LED Linear Lights.
  • IP40 Schutz ab 1 mm Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm, etwa Drähte oder kleine Teile. Üblich bei LED Panels und Leuchten für saubere Hallen und Räume.
  • Einsatz Nur ohne Feuchtigkeit Für die LED Bürobeleuchtung und andere trockene Räume reichen IP20 oder IP40 meist aus. Bei Staub, Kondenswasser oder Reinigung ist mehr Schutz nötig.

Was bedeutet IP44 und ist IP44 für draußen geeignet?

IP44 bedeutet Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Für überdachte Außenbereiche ist IP44 geeignet, für ungeschützte Montage im Freien empfehlen wir eine höhere Schutzart.

  • Bedeutung 4 und 4 Die erste 4 steht für Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm, die zweite 4 für Schutz gegen Spritzwasser von allen Seiten.
  • Geeignet Geschützte Bereiche Vordächer, Durchfahrten, Laderampen unter Dach oder Innenbereiche mit gelegentlichem Spritzwasser.
  • Grenzen Kein Strahlwasser, kein Staubschutz Gegen Strahlwasser, Schlagregen mit Wind oder feinen Staub ist IP44 nicht geprüft. Hier sind IP54 oder IP65 die bessere Wahl.

Was bedeutet IP54?

IP54 steht für ein staubgeschütztes Gehäuse mit Schutz gegen Spritzwasser. Staub kann zwar in geringer Menge eindringen, aber nicht so viel, dass Funktion oder Sicherheit leiden. Damit ist IP54 eine bewährte Schutzart für Hallen mit Staubbelastung.

Typische Einsatzbereiche sind die LED Lagerbeleuchtung, Logistikflächen und die LED Industriebeleuchtung in Bereichen ohne Strahlwasser. Unsere LED Hallenstrahler gibt es je nach Reihe mit IP40, IP54 oder IP65. Treten neben Staub auch Nassreinigung oder starke Feuchtigkeit auf, ist IP65 die sicherere Wahl. Eng verwandt sind IP55, das bei gleichem Staubschutz zusätzlich gegen Strahlwasser schützt, und IP64, das bei gleichem Spritzwasserschutz staubdicht ist.


Was bedeutet IP65 und ist IP65 wasserdicht?

IP65 bedeutet staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Wasserdicht im Sinne von untertauchbar ist eine Leuchte mit IP65 jedoch nicht. Dafür sind die Kennziffern 7 und 8 vorgesehen.

  • Staub Staubdicht Die Kennziffer 6 bedeutet, dass kein Staub in das Gehäuse eindringt. Wichtig für Produktion, Holz- und Metallbearbeitung sowie Landwirtschaft.
  • Wasser Strahlwassergeschützt Die Kennziffer 5 steht für Schutz gegen einen Wasserstrahl aus allen Richtungen. Regen und normale Reinigung mit dem Schlauch sind damit in der Regel abgedeckt.
  • Einsatz Innen und außen IP65 ist die Standardschutzart vieler Industrie- und Außenleuchten, zum Beispiel unserer LED Strahler und LED Straßenlaternen.

Auch in der LED Stallbeleuchtung ist IP65 wegen Staub, Feuchtigkeit und Reinigung üblich. Eine hohe Schutzart belegt dort allerdings keine Beständigkeit gegen Stallgase. Dafür sind eigens geprüfte ammoniakbeständige Leuchten nötig.


IP65 oder IP66: Was ist der Unterschied?

IP65 und IP66 sind beide staubdicht. Der Unterschied liegt allein beim Wasserschutz: IP66 ist für deutlich stärkere Wasserstrahlen geprüft als IP65.

  • IP65 Strahlwasser Geprüft mit 12,5 Litern pro Minute aus einer 6,3 mm Düse. Geeignet für Regen, Spritzwasser und Reinigung mit dem Schlauch.
  • IP66 Starkes Strahlwasser Geprüft mit 100 Litern pro Minute aus einer 12,5 mm Düse. Sinnvoll bei starker Bewitterung, Wellen, Spritzern von Fahrzeugen oder intensiver Reinigung.
  • Auswahl Belastung entscheidet Für exponierte Anlagen wie bei der LED Fußballplatzbeleuchtung oder der LED Kranbeleuchtung sind LED Flutlichtstrahler mit IP66 eine robuste Wahl. Wo diese Belastung nicht auftritt, genügt IP65.

Was bedeuten IP67, IP68 und IP69K?

Die Kennziffern 7, 8 und 9 stehen für besondere Wasserbelastungen. Für die meisten Leuchten in Hallen und im Außenbereich sind sie nicht erforderlich.

IP67 bedeutet staubdicht und geschützt beim zeitweiligen Untertauchen. IP68 bedeutet staubdicht und geschützt beim dauernden Untertauchen, wobei der Hersteller Tiefe und Dauer festlegt und diese Bedingungen strenger sein müssen als bei IP67. IP69K steht für Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen, wie sie bei der intensiven Reinigung in der Lebensmittelindustrie oder in Waschanlagen auftreten.

Wann die höchsten Schutzarten sinnvoll sind:

Schutzart Bedeutung Typischer Einsatz
IP67 Staubdicht, Schutz bei zeitweiligem Untertauchen bis 1 m für 30 Minuten Bodeneinbau, Bereiche mit möglicher Überflutung
IP68 Staubdicht, Schutz bei dauerndem Untertauchen unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen Unterwasserbeleuchtung, Wasserbauwerke, Klär- und Speicherbecken
IP69K Staubdicht, Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen Lebensmittelindustrie, Waschanlagen, Fahrzeugreinigung

Achtung: Eine Leuchte mit IP67 oder IP68 ist nicht automatisch gegen Strahlwasser geprüft. Ist beides nötig, sollten beide Angaben ausgewiesen sein, zum Beispiel IP66/IP67.

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Wie wird die IP Schutzart geprüft?

Die Kennziffern beruhen auf genormten Prüfungen. Wer die Prüfbedingungen kennt, kann eine Schutzart realistisch einschätzen. Die wichtigsten Werte im Überblick:

Prüfbedingungen nach DIN EN 60529 (vereinfacht):

Kennziffer Prüfung Wichtige Werte
IP5X und IP6X Staubkammer mit feinem Prüfstaub Bei IP6X mit Unterdruck im Gehäuse, Prüfdauer bis zu 8 Stunden
IPX3 Sprühwasser aus Schwenkrohr oder Brause Bis 60° zur Senkrechten, mit Brause etwa 10 Liter pro Minute
IPX4 Spritzwasser aus allen Richtungen Rund 10 Minuten mit Schwenkrohr oder mindestens 5 Minuten mit Brause
IPX5 Wasserstrahl aus einer 6,3 mm Düse 12,5 Liter pro Minute, 2,5 bis 3 m Abstand, mindestens 3 Minuten
IPX6 Wasserstrahl aus einer 12,5 mm Düse 100 Liter pro Minute, 2,5 bis 3 m Abstand, mindestens 3 Minuten
IPX7 Eintauchen in Wasser Tiefste Stelle 1 m unter der Oberfläche, 30 Minuten
IPX8 Dauerndes Untertauchen Bedingungen nach Vereinbarung, strenger als bei IPX7
IPX9 Hochdruck- und Heißwasserstrahl 80 bis 100 bar, etwa 80 °C, 14 bis 16 Liter pro Minute, 10 bis 15 cm Abstand

Nach der Prüfung darf kein Wasser in schädlicher Menge im Gehäuse sein und die Sicherheit muss erhalten bleiben.

Der Vergleich zeigt: Ein Hochdruckreiniger arbeitet mit einem Vielfachen des Drucks der IPX5 Prüfung. Leuchten mit IP65 oder IP66 sollten deshalb nur so gereinigt werden, wie es der Hersteller vorgibt.


Welche IP Schutzart ist für welchen Einsatzbereich geeignet?

Die passende Schutzart richtet sich nach der stärksten Belastung am Montageort. Nicht „innen“ oder „außen“ entscheidet, sondern Staub, Feuchtigkeit und Reinigung.

Orientierung für typische Einsatzbereiche:

Einsatzbereich Typische Belastung Empfohlene Schutzart
Büro, Verkauf, trockene Räume Keine nennenswerte Staub- oder Wasserbelastung IP20 bis IP40
Lager und Logistik Staub, Kartonage, teils Kondenswasser IP40 bis IP54, bei Feuchtigkeit IP65
LED Produktionsbeleuchtung Staub, Späne, Dämpfe, Reinigung IP54 bis IP65
LED Werkstattbeleuchtung Schmutz, Öl, Spritzwasser beim Reinigen IP54 bis IP65
Stall und Landwirtschaft Staub, hohe Luftfeuchte, Nassreinigung IP65 bis IP66, bei Stallluft zusätzlich ammoniakbeständig
LED Parkhausbeleuchtung Feuchtigkeit, Abgase, Reinigung IP65
LED Parkplatzbeleuchtung Regen, Wind, Temperaturwechsel IP65 bis IP66
LED Betriebsgeländebeleuchtung Regen, Wind, Staub IP65 bis IP66
Waschanlagen und Lebensmittelbetriebe Hochdruck- und Heißwasserreinigung IP69K, wenn Leuchten direkt mit Hochdruck gereinigt werden

In Bereichen mit brennbarem Staub kommt es zusätzlich auf eine begrenzte Oberflächentemperatur an, bekannt durch das D-Zeichen.

Eine höhere Schutzart als nötig bringt in der Regel keinen zusätzlichen Nutzen. Wichtiger ist, dass die Leuchte alle am Montageort auftretenden Einflüsse sicher abdeckt und in ihrer übrigen Qualität überzeugt.


Was bedeuten das X und die Zusatzbuchstaben im IP Code?

Nicht jede Angabe besteht aus zwei Ziffern. Ein X bedeutet „keine Angabe“, nicht „kein Schutz“.

  • X Kennziffer nicht angegeben IPX4 oder IPX5 nennen nur den Wasserschutz, IP6X nur den Staubschutz. Über die fehlende Eigenschaft sagt die Angabe nichts aus.
  • A bis D Zusätzlicher Berührungsschutz Der optionale Buchstabe zeigt, ob das Gehäuse gegen Zugang mit Handrücken (A), Finger (B), Werkzeug (C) oder Draht (D) geschützt ist, zum Beispiel IP20C.
  • H, M, S, W Ergänzende Angaben Diese Buchstaben kennzeichnen Hochspannungsgeräte (H), Prüfungen in Bewegung (M) oder im Stillstand (S) und festgelegte Wetterbedingungen (W).

Wie bleibt die IP Schutzart einer Leuchte dauerhaft erhalten?

Die IP Schutzart gilt für die Leuchte im geprüften Zustand. Nur bei fachgerechter Montage und Wartung bleibt der Schutz dauerhaft erhalten.

  • Anschluss Kabeleinführung abdichten Kabelverschraubungen und Leitungsdurchmesser müssen zusammenpassen, denn Gehäuse, Dichtungen und Anschlüsse wirken beim Aufbau einer LED Leuchte eng zusammen.
  • Montage Einbaulage beachten Leuchten nur in der vorgesehenen Lage montieren. Eine falsche Ausrichtung kann dazu führen, dass Wasser an Dichtungen steht.
  • Wartung Dichtungen kontrollieren Gehäuse und Dichtungen regelmäßig auf Schäden prüfen und nur Originalteile verwenden. Das gehört zu jeder guten LED Wartung.

Schäden durch eindringende Feuchtigkeit entstehen oft schleichend und können die LED Lebensdauer deutlich verkürzen. Eine passende Schutzart und sorgfältige Montage erhöhen deshalb direkt die Betriebssicherheit der LED Beleuchtung.


Häufige Fragen zur IP Schutzart

Die IP Schutzart besteht aus zwei Kennziffern. Die erste reicht von 0 bis 6 und beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper und Staub, die zweite reicht von 0 bis 9 und beschreibt den Schutz gegen Wasser. Bei Leuchten besonders verbreitet sind IP20, IP40, IP44, IP54, IP65, IP66, IP67 und IP68.

IP65 bietet in beiden Kennziffern mehr Schutz: Das Gehäuse ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, während IP44 nur gegen Fremdkörper ab 1 mm und gegen Spritzwasser schützt. Welche Schutzart sinnvoll ist, hängt von der Belastung am Montageort ab.

IP44 schützt gegen Spritzwasser aus allen Richtungen und damit gegen normalen Regen. Für Leuchten, die ungeschützt Wind, Schlagregen oder Reinigungswasser ausgesetzt sind, ist eine höhere Schutzart wie IP65 in der Praxis die sicherere Wahl.

Ja. IP65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt und damit für die meisten Leuchten im Außenbereich geeignet, etwa für Strahler, Straßenleuchten oder Hallenstrahler in offenen Hallen. Wichtig ist, dass auch Anschluss und Kabeleinführung fachgerecht abgedichtet sind.

In der Regel nicht direkt. Die Prüfung für IP65 arbeitet mit einem Wasserstrahl von 12,5 Litern pro Minute bei geringem Druck. Ein Hochdruckreiniger arbeitet mit deutlich höheren Drücken, dafür ist die Kennziffer 9 vorgesehen. Maßgeblich sind immer die Reinigungshinweise des Herstellers.

Nicht automatisch. IP67 steht für Schutz beim zeitweiligen Untertauchen, IP65 für Schutz gegen Strahlwasser. Oberhalb der Kennziffer 6 bauen die Stufen nicht aufeinander auf. Eine Leuchte mit IP67 ist deshalb nur dann auch gegen Strahlwasser geprüft, wenn zusätzlich IP65 oder IP66 angegeben ist.

Beide stehen für Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. IP69 ist in der DIN EN 60529 festgelegt, IP69K stammt aus der Norm für Straßenfahrzeuge. Die Prüfungen sind im Kern vergleichbar und arbeiten mit Wasser von etwa 80 °C und 80 bis 100 bar.

In trockenen, sauberen Hallen reichen oft IP20 bis IP40. In Lager-, Produktions- und Logistikhallen mit Staub sind IP54 oder IP65 üblich. Bei Feuchtigkeit, Nassreinigung oder offenen Hallen empfehlen wir IP65 oder IP66.

In feuchten Betriebsräumen wie Waschhallen, Kühlbereichen oder Ställen werden meist Leuchten ab IP54 eingesetzt, bei Strahlwasser oder Nassreinigung IP65 oder IP66. Maßgeblich sind die Anforderungen der Elektroinstallation und die tatsächliche Wasserbelastung.

Umgangssprachlich ja, fachlich nein. Angaben wie IP65 sind IP Schutzarten nach DIN EN 60529. Die Schutzklasse beschreibt dagegen den Schutz gegen elektrischen Schlag und wird mit I, II oder III angegeben.

Die IP Schutzart wird durch Prüfungen nach DIN EN 60529 nachgewiesen, die Hersteller selbst oder in einem Prüflabor durchführen. Die Angabe finden Sie auf dem Typenschild, im Datenblatt oder in der Montageanleitung.

August Müller Lichttechnik bietet LED Leuchten je nach Einsatz mit IP20, IP40, IP54, IP65 und IP66 an. LED Hallenstrahler gibt es je nach Reihe mit IP40, IP54 oder IP65, LED Strahler und LED Straßenlaternen mit IP65 und LED Flutlichtstrahler mit IP65 oder IP66.


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Wie robuste Beleuchtung in feuchtebelasteten Hallen umgesetzt wird, zeigt unser Projektbericht zur Lagerbeleuchtung beim Sporthafen Kiel. Beleuchtung für Werkstatt und Showroom zeigt unser Projektbericht zur Werkstattbeleuchtung im Autohaus Moll, weitere Anlagen finden Sie in unseren LED Projektberichten und Referenzen.

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