Lichtmanagement für LED Beleuchtung: intelligent und bedarfsgerecht steuern
Lichtmanagement sorgt dafür, dass LED Beleuchtung nur dort, dann und mit der Lichtleistung betrieben wird, die tatsächlich benötigt wird. Statt eine gesamte Beleuchtungsanlage dauerhaft gleich zu betreiben, können einzelne Bereiche abhängig von Anwesenheit, Tageslicht, Uhrzeit oder Nutzung automatisch angepasst werden.
Ein Lichtmanagementsystem verbindet dafür Leuchten, Sensoren und Steuerung zu einem bedarfsgerechten Gesamtsystem. Über die Dimmung der LED Beleuchtung lässt sich die Lichtleistung an den aktuellen Bedarf anpassen. In größeren oder flexibel steuerbaren Anlagen kann eine digitale DALI Lichtsteuerung einzelne Leuchten und Gruppen gezielt ansprechen und Sensoren sowie unterschiedliche Lichtszenen einbinden.
- Präsenz Licht nur bei Nutzung Sensoren erkennen, ob ein Bereich genutzt wird. Nicht benötigte Beleuchtung kann automatisch reduziert oder ausgeschaltet werden.
- Tageslicht Natürliches Licht nutzen Ist durch Fenster oder Oberlichter bereits ausreichend Tageslicht vorhanden, wird die künstliche Beleuchtung automatisch heruntergeregelt.
- Zonen Bereiche getrennt steuern Produktion, Lager, Verkehrswege oder andere Bereiche können entsprechend ihrer tatsächlichen Nutzung unterschiedlich beleuchtet werden.
- Zeit Betriebszeiten berücksichtigen Beleuchtungsstärken und Betriebszustände können automatisch an Schichten, Öffnungszeiten oder andere Zeitpläne angepasst werden.
Lichtmanagement verbindet Steuerung, Dimmung und Sensorik zu einer Beleuchtung, die sich an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Dadurch lassen sich unnötige Betriebszeiten und Lichtleistungen reduzieren und unterschiedliche Nutzungsbereiche flexibel steuern.
Was ist Lichtmanagement?
Lichtmanagement bedeutet, Beleuchtung automatisch oder manuell an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Statt alle Leuchten dauerhaft mit derselben Leistung zu betreiben, können einzelne Bereiche abhängig von Nutzung, Tageslicht oder Betriebszeit unterschiedlich gesteuert werden.
Einfach erklärt
Wie funktioniert Lichtmanagement?
Das System erkennt den Lichtbedarf und passt die Beleuchtung entsprechend an.
Ein Präsenzsensor kann beispielsweise erkennen, ob ein Bereich genutzt wird. Ein Helligkeitssensor berücksichtigt vorhandenes Tageslicht. Die Steuerung sorgt anschließend dafür, dass die Beleuchtung nur so hell und so lange betrieben wird, wie es tatsächlich erforderlich ist.
- Erkennen Nutzung und Tageslicht erfassen Sensoren können feststellen, ob ein Bereich genutzt wird und wie viel natürliches Licht bereits vorhanden ist.
- Steuern Licht automatisch anpassen Die Beleuchtung wird entsprechend ein- oder ausgeschaltet beziehungsweise auf die benötigte Lichtleistung reduziert.
- Nutzen Nur so viel Licht wie nötig Dadurch können unnötige Betriebszeiten und dauerhaft zu hohe Lichtleistungen vermieden werden.
Lichtsteuerung und Lichtmanagement: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet, beschreiben aber nicht ganz dasselbe. Eine Lichtsteuerung führt einzelne Steuerfunktionen aus, während ein Lichtmanagement mehrere Funktionen zu einer bedarfsgerechten Beleuchtung verbindet.
- Lichtsteuerung Eine konkrete Funktion Beleuchtung wird beispielsweise geschaltet, gedimmt oder über einen Sensor gesteuert.
- Lichtmanagement Mehrere Funktionen zusammenführen Präsenz, Tageslicht, Zeitpläne und unterschiedliche Bereiche können gemeinsam berücksichtigt und automatisch gesteuert werden.
- Praxis Vom Schalten zur bedarfsgerechten Beleuchtung Je unterschiedlicher Nutzung und Lichtbedarf innerhalb eines Gebäudes sind, desto größer wird der Nutzen eines übergeordneten Lichtmanagements.
Lichtsteuerung beschreibt einzelne Funktionen. Lichtmanagement verbindet diese Funktionen zu einem Gesamtsystem, das die Beleuchtung an den tatsächlichen Bedarf anpasst.
Die wichtigsten Funktionen eines Lichtmanagementsystems
Welche Funktionen sinnvoll sind, hängt von Gebäude, Nutzung und Betriebszeiten ab. In der Praxis stehen vor allem Präsenzsteuerung, Tageslichtnutzung, Zeitsteuerung und die getrennte Regelung verschiedener Bereiche im Mittelpunkt.
- Präsenz Licht nur bei Nutzung Sensoren erkennen, ob sich Personen in einem Bereich befinden. Nicht genutzte Zonen können automatisch gedimmt oder ausgeschaltet werden.
- Tageslicht Kunstlicht automatisch reduzieren Ist ausreichend natürliches Licht vorhanden, wird die künstliche Beleuchtung entsprechend reduziert und bei sinkendem Tageslicht wieder erhöht.
- Zeit Betriebszeiten berücksichtigen Beleuchtung kann abhängig von Schichten, Öffnungszeiten oder festen Zeitplänen automatisch auf unterschiedliche Betriebszustände wechseln.
- Zonen Bereiche getrennt steuern Produktion, Lager, Verkehrswege oder andere Bereiche erhalten jeweils nur die Lichtleistung, die für ihre aktuelle Nutzung erforderlich ist.
In der Praxis werden diese Funktionen häufig kombiniert: Eine Lagerzone kann beispielsweise nur bei Präsenz heller geschaltet werden, während fensternahe Bereiche gleichzeitig abhängig vom Tageslicht gedimmt werden.
Welche Technik braucht ein Lichtmanagementsystem?
Für ein Lichtmanagement müssen Leuchten und Steuerung zusammenarbeiten. Wie umfangreich das System sein muss, hängt von den gewünschten Funktionen ab. Eine einfache Präsenzsteuerung benötigt deutlich weniger Technik als eine Anlage mit mehreren Zonen, Tageslichtregelung und Zeitprogrammen.
- Leuchten Steuerbare LED Beleuchtung Die eingesetzten Leuchten müssen sich entsprechend der gewünschten Funktion schalten oder dimmen lassen.
- Sensoren Nutzung und Helligkeit erfassen Präsenz- und Helligkeitssensoren liefern Informationen darüber, ob ein Bereich genutzt wird und wie viel Tageslicht bereits vorhanden ist.
- Steuerung Informationen verarbeiten Die Steuerung wertet Vorgaben und Sensordaten aus und entscheidet, welche Bereiche geschaltet oder in ihrer Lichtleistung angepasst werden.
- Schnittstelle Komponenten verbinden Eine geeignete Schnittstelle überträgt die Steuerbefehle an die Leuchten. Welche Technik sinnvoll ist, richtet sich nach Größe, Funktionen und Aufbau der Beleuchtungsanlage.
Wichtig: Nicht jedes Lichtmanagement benötigt ein komplexes Steuerungssystem. Die Technik sollte nur so umfangreich gewählt werden, wie es Nutzung und gewünschte Funktionen tatsächlich erfordern.
Wann lohnt sich Lichtmanagement?
Lichtmanagement lohnt sich besonders dort, wo Nutzung, Tageslicht oder benötigte Lichtleistung im Tagesverlauf deutlich schwanken. Je häufiger Bereiche unterschiedlich genutzt werden, desto größer ist der mögliche Nutzen einer automatischen Steuerung.
| Situation | Einschätzung | Warum? |
|---|---|---|
| Lange tägliche Betriebszeiten | Sehr sinnvoll | Reduzierte Lichtleistung und vermiedene Betriebsstunden wirken sich über viele Stunden besonders stark aus. |
| Bereiche werden unterschiedlich genutzt | Sehr sinnvoll | Produktion, Lager, Verkehrswege oder Nebenflächen können unabhängig voneinander gesteuert werden. |
| Viel Tageslicht durch Fenster oder Oberlichter | Sehr sinnvoll | Künstliche Beleuchtung kann automatisch reduziert werden, solange ausreichend natürliches Licht vorhanden ist. |
| Unregelmäßige Anwesenheit | Sinnvoll | Präsenzsensoren verhindern, dass wenig genutzte Bereiche dauerhaft vollständig beleuchtet werden. |
| Schichtbetrieb oder wechselnde Betriebszeiten | Sinnvoll | Die Beleuchtung kann automatisch an unterschiedliche Nutzungszeiten und Betriebszustände angepasst werden. |
| Häufig wechselnde Raumnutzung | Sinnvoll | Lichtzonen und Steuerungsabläufe lassen sich flexibler an veränderte Anforderungen anpassen. |
| Kleine Fläche mit konstantem Lichtbedarf | Oft nicht erforderlich | Wenn nur wenige Leuchten immer gleichzeitig und für kurze Zeit genutzt werden, kann eine einfache Schaltung ausreichend sein. |
Faustregel: Je stärker sich Anwesenheit, Tageslicht und Lichtbedarf verändern, desto eher lohnt sich Lichtmanagement. Bei einer kleinen Beleuchtungsanlage mit konstantem Bedarf sollte der zusätzliche Steuerungsaufwand dagegen kritisch geprüft werden.
Lichtmanagement in einer Halle: Praxisbeispiel
In einer Halle werden häufig nicht alle Bereiche gleichzeitig und mit derselben Lichtleistung benötigt. Ein Lichtmanagement kann die Beleuchtung deshalb für einzelne Zonen unterschiedlich steuern und automatisch an die jeweilige Nutzung anpassen.
- Produktion Volle Leistung bei Nutzung Arbeitsbereiche erhalten während der Produktion die erforderliche Beleuchtung. Außerhalb der Betriebszeiten kann die Lichtleistung reduziert werden.
- Lager Licht nach Anwesenheit Wenig genutzte Lagerbereiche können mit reduzierter Beleuchtung betrieben und bei erkannter Anwesenheit automatisch heller geschaltet werden.
- Verkehr Grundbeleuchtung beibehalten Verkehrswege können dauerhaft auf einem geeigneten Grundniveau beleuchtet und bei Nutzung bedarfsgerecht angehoben werden.
- Tageslicht Oberlichter berücksichtigen In Bereichen mit Fenstern oder Oberlichtern kann die künstliche Beleuchtung automatisch reduziert werden, wenn bereits ausreichend Tageslicht vorhanden ist.
Einfacher Unterschied
Hallenbeleuchtung mit und ohne Lichtmanagement
Ohne Lichtmanagement werden große Bereiche häufig unabhängig vom tatsächlichen Bedarf gleich betrieben. Mit Lichtmanagement kann jede Zone nur die Lichtleistung erhalten, die aktuell benötigt wird.
Voraussetzung dafür sind geeignete steuerbare Leuchten und eine sinnvolle Aufteilung der Halle in Lichtzonen. Passende professionelle Leuchten finden Sie beispielsweise unter LED Hallenstrahler.
Lichtmanagement richtig planen: 4 wichtige Schritte
Damit ein Lichtmanagement im Alltag sinnvoll funktioniert, sollte zuerst der tatsächliche Lichtbedarf betrachtet werden. Erst danach wird festgelegt, welche Bereiche getrennt gesteuert und welche Funktionen wirklich benötigt werden.
- 01 Lichtbedarf bestimmen Zuerst wird festgelegt, welche Beleuchtungsstärke in den einzelnen Arbeits-, Lager- oder Verkehrsbereichen benötigt wird.
- 02 Lichtzonen festlegen Bereiche mit unterschiedlicher Nutzung, Anwesenheit oder Tageslichtversorgung sollten getrennt betrachtet und bei Bedarf separat steuerbar geplant werden.
- 03 Funktionen auswählen Anschließend wird entschieden, wo Präsenzsteuerung, Tageslichtregelung, Zeitprogramme oder unterschiedliche Lichtstufen tatsächlich einen Nutzen bringen.
- 04 System passend auslegen Leuchten, Sensoren und Steuerung werden so ausgewählt, dass sie zu den geplanten Lichtzonen und Funktionen passen und nicht unnötig komplex aufgebaut sind.
Planungsgrundsatz
Erst die Beleuchtung planen, dann die Steuerung
Lichtmanagement kann eine Beleuchtungsanlage bedarfsgerecht steuern, ersetzt aber keine passende Leuchtenauswahl und Lichtplanung.
Mit einer professionellen Lichtplanung lassen sich Beleuchtungsstärken, Leuchtenanordnung und sinnvolle Lichtzonen bereits vor der Installation aufeinander abstimmen.
Wie viel Energie spart Lichtmanagement?
Wie groß die Energieeinsparung durch Lichtmanagement ausfällt, hängt stark von Nutzung, Betriebszeiten und vorhandenem Tageslicht ab. Einen pauschalen Prozentwert gibt es deshalb nicht. Das Einsparpotenzial entsteht vor allem dadurch, dass Leuchten seltener unnötig eingeschaltet sind und häufiger mit reduzierter Leistung betrieben werden.
- Zeit Betriebsstunden reduzieren Präsenz- und Zeitsteuerungen können verhindern, dass Beleuchtung in ungenutzten Bereichen unnötig weiterläuft.
- Dimmen Leistung anpassen Wird nicht die volle Lichtleistung benötigt, kann die Beleuchtung reduziert betrieben werden. Dadurch sinkt in der Regel auch die elektrische Leistungsaufnahme.
- Sonne Tageslicht nutzen In Bereichen mit Fenstern oder Oberlichtern kann vorhandenes Tageslicht genutzt werden, um die künstliche Beleuchtung automatisch zu reduzieren.
- Zonen Nur benötigte Bereiche versorgen Werden Bereiche getrennt gesteuert, muss nicht die gesamte Beleuchtungsanlage mit voller Leistung betrieben werden, nur weil einzelne Zonen genutzt werden.
Wirtschaftlich entscheidend: Je länger eine Beleuchtungsanlage betrieben wird und je stärker Nutzung und Tageslicht schwanken, desto größer kann der Nutzen eines Lichtmanagements sein. Für die Gesamtbewertung sollten neben den Stromkosten auch Investition, Wartung und Nutzungsdauer in die Lebenszykluskosten der LED Beleuchtung einbezogen werden.
Häufige Fragen zum Lichtmanagement
Was ist Lichtmanagement?
Lichtmanagement bezeichnet die bedarfsgerechte Steuerung einer Beleuchtungsanlage. Dabei können Leuchten abhängig von Anwesenheit, Tageslicht, Betriebszeiten oder unterschiedlichen Nutzungsbereichen automatisch geschaltet oder gedimmt werden.
Wie funktioniert ein Lichtmanagementsystem?
Sensoren oder hinterlegte Zeit- und Nutzungsprogramme liefern Informationen an die Steuerung. Diese passt die Beleuchtung anschließend an den aktuellen Bedarf an, beispielsweise durch Dimmen, Ausschalten oder die getrennte Regelung einzelner Lichtzonen.
Was ist der Unterschied zwischen Lichtsteuerung und Lichtmanagement?
Eine Lichtsteuerung übernimmt einzelne Funktionen wie Schalten oder Dimmen. Lichtmanagement verbindet mehrere Funktionen wie Präsenz-, Tageslicht-, Zeit- und Zonensteuerung zu einem gemeinsamen System.
Welche Sensoren werden für Lichtmanagement eingesetzt?
Häufig kommen Präsenz- beziehungsweise Anwesenheitssensoren und Helligkeitssensoren zum Einsatz. Damit kann das System erkennen, ob ein Bereich genutzt wird und wie viel natürliches Licht bereits vorhanden ist.
Was ist eine Tageslichtsteuerung?
Eine Tageslichtsteuerung berücksichtigt das vorhandene natürliche Licht. Steht durch Fenster oder Oberlichter ausreichend Tageslicht zur Verfügung, wird die künstliche Beleuchtung reduziert und bei sinkendem Tageslicht wieder erhöht.
Braucht man DALI für Lichtmanagement?
Nein. Lichtmanagement ist nicht grundsätzlich an DALI gebunden. Je nach Umfang der Anlage können unterschiedliche Steuerungssysteme eingesetzt werden. DALI ist besonders interessant, wenn mehrere Leuchten, Gruppen, Sensoren und unterschiedliche Lichtzustände flexibel digital gesteuert werden sollen.
Wann lohnt sich Lichtmanagement in einer Halle?
Besonders sinnvoll ist Lichtmanagement bei langen Betriebszeiten, unterschiedlich genutzten Hallenbereichen, wechselnder Anwesenheit oder viel Tageslicht durch Fenster und Oberlichter. Bei kleinen Anlagen mit konstantem Lichtbedarf kann eine einfachere Steuerung ausreichen.
Wie viel Strom kann Lichtmanagement sparen?
Eine pauschale Einsparung lässt sich nicht seriös angeben. Entscheidend sind Betriebszeiten, Nutzung, vorhandenes Tageslicht und die möglichen Dimmstufen. Energie wird vor allem dadurch eingespart, dass unnötige Betriebsstunden und dauerhaft zu hohe Lichtleistungen vermieden werden.
LED Lichtmanagement professionell weiter planen
Effiziente Lichtsteuerung beginnt mit einer hochwertigen Beleuchtungsanlage
Neben der Steuerbarkeit sollten auch Lichtqualität, Lebensdauer, Betriebssicherheit und die Qualität der eingesetzten Komponenten berücksichtigt werden. Die wichtigsten Kriterien erläutern wir unter Qualitätsmerkmale von LED Beleuchtung.
Für Sportanlagen, Industriehöfe und größere Außenflächen finden Sie geeignete professionelle Leuchten unter LED Flutlichtstrahler. Welche Steuerungsmöglichkeiten verfügbar sind, ist von der jeweiligen Ausführung abhängig.
Weitere Grundlagen zu professioneller LED Beleuchtung finden Sie im LED Ratgeber. Beispiele aus realisierten Beleuchtungsprojekten zeigen unsere LED Projektberichte.
Möchten Sie eine vorgesehene Leuchte vor einer größeren Bestellung unter realen Bedingungen prüfen, können Sie eine kostenfreie Musterleuchte für Ihr Projekt anfordern.