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RoHS bei LED Leuchten: Bedeutung, Stoffe und Grenzwerte

RoHS beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Dazu zählen auch LED Leuchten, sofern keine besondere Ausnahme greift. Ziel ist es, den Einsatz problematischer Stoffe in elektrischen und elektronischen Produkten zu begrenzen.

RoHS-konform bedeutet jedoch nicht, dass eine LED Leuchte vollständig schadstofffrei ist. Entscheidend ist, dass die durch RoHS beschränkten Stoffe die zulässigen Grenzwerte in den jeweils relevanten Werkstoffen nicht überschreiten.

  • RoHS Beschränkung gefährlicher Stoffe RoHS legt fest, welche gefährlichen Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten nur in begrenzten Mengen enthalten sein dürfen.
  • 10 Stoffe Klare Grenzwerte Beschränkt werden aktuell zehn Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen, darunter Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom und bestimmte Weichmacher.
  • LED Leuchten Auch Beleuchtung ist betroffen LED Leuchten gehören grundsätzlich zu den Elektro- und Elektronikgeräten, für die die RoHS-Anforderungen beim Inverkehrbringen berücksichtigt werden müssen.

RoHS-konform bedeutet, dass die für das Produkt geltenden Stoffbeschränkungen eingehalten werden. Es handelt sich nicht um ein allgemeines Qualitätsurteil über die LED Leuchte.


Welche Stoffe beschränkt RoHS bei LED Leuchten?

Eine LED Leuchte besteht aus vielen unterschiedlichen Materialien und Bauteilen, beispielsweise LED-Modulen, Treibern, Leiterplatten, Lötstellen, Kabeln, Steckverbindungen und Kunststoffen. Bei der RoHS-Konformität müssen deshalb die relevanten Werkstoffe und Komponenten der Leuchte berücksichtigt werden.

RoHS beschränkt aktuell zehn Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen. Für die meisten gilt eine Höchstkonzentration von 0,1 Gewichtsprozent im jeweiligen homogenen Werkstoff, für Cadmium 0,01 Prozent.

Beschränkter Stoff Grenzwert Mögliche Relevanz bei LED Leuchten
Blei (Pb) 0,1 % Kann insbesondere bei elektronischen Bauteilen, Lötverbindungen oder metallischen Werkstoffen relevant sein.
Quecksilber (Hg) 0,1 % LED-Technik benötigt für die eigentliche Lichterzeugung kein Quecksilber. Der Stoff bleibt dennoch Bestandteil der RoHS-Beschränkungen für Elektro- und Elektronikgeräte.
Cadmium (Cd) 0,01 % Kann bei bestimmten Werkstoffen, Beschichtungen oder elektronischen Komponenten relevant sein und unterliegt einem besonders niedrigen Grenzwert.
Sechswertiges Chrom (Cr(VI)) 0,1 % Kann insbesondere bei bestimmten Oberflächenbehandlungen und Korrosionsschutzsystemen relevant sein.
PBB 0,1 % Flammschutzmittel, die bei Kunststoffen und elektrischen Komponenten berücksichtigt werden müssen.
PBDE 0,1 % Flammschutzmittel, die beispielsweise bei polymeren Werkstoffen und elektrischen Bauteilen relevant sein können.
DEHP 0,1 % Weichmacher, der insbesondere bei Kunststoffen, Kabeln oder anderen flexiblen Materialien berücksichtigt werden kann.
BBP 0,1 % Weichmacher, der bei bestimmten Kunststoff- und Kabelmaterialien relevant sein kann.
DBP 0,1 % Weichmacher, der bei polymeren Werkstoffen und elektrischen Komponenten berücksichtigt werden kann.
DIBP 0,1 % Weichmacher, der insbesondere bei bestimmten Kunststoffmaterialien relevant sein kann.

Wichtig: Die RoHS-Grenzwerte beziehen sich auf den jeweiligen homogenen Werkstoff und nicht auf das Gesamtgewicht der LED Leuchte. Entscheidend ist daher die Konformität der relevanten Materialien und Komponenten innerhalb des fertigen Produkts.


Was bedeutet RoHS-konform bei einer LED Leuchte?

Eine LED Leuchte gilt als RoHS-konform, wenn die für sie geltenden Stoffbeschränkungen eingehalten und entsprechend nachgewiesen werden. Dabei wird nicht nur ein einzelnes Bauteil betrachtet, sondern das fertige Produkt mit seinen relevanten Materialien und Komponenten.

  • Bauteile Die gesamte Leuchte berücksichtigen LED-Module, Treiber, Leiterplatten, Kabel, Steckverbindungen, Kunststoffe und weitere Bestandteile können für die RoHS-Bewertung relevant sein.
  • Grenzwerte Beschränkte Stoffe einhalten Die zulässigen Höchstkonzentrationen dürfen in den jeweiligen homogenen Werkstoffen nicht überschritten werden, sofern keine ausdrücklich geregelte Ausnahme gilt.
  • Nachweise Konformität dokumentieren Hersteller müssen geeignete technische Unterlagen und Nachweise vorhalten, mit denen die Einhaltung der RoHS-Anforderungen für das Produkt nachvollziehbar belegt werden kann.
  • Produkt Einzelteile reichen nicht automatisch aus RoHS-konforme Einzelkomponenten sind wichtig, machen eine daraus aufgebaute LED Leuchte aber nicht automatisch zum konformen Gesamtprodukt. Entscheidend ist die Bewertung der fertigen Leuchte.

Kurz gesagt: RoHS-konform bedeutet nicht lediglich, dass einzelne Bauteile entsprechend gekennzeichnet sind. Der Hersteller muss sicherstellen und dokumentieren, dass die relevanten Materialien und Komponenten der fertigen LED Leuchte die geltenden Stoffbeschränkungen einhalten.


Was ist der Unterschied zwischen RoHS und CE?

RoHS und CE hängen zusammen, beschreiben aber nicht dasselbe. RoHS regelt konkrete Stoffbeschränkungen, während die CE-Kennzeichnung die Konformität eines Produkts mit den insgesamt anwendbaren europäischen Anforderungen erklärt.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen RoHS-Konformität und CE-Kennzeichnung bei LED Leuchten:

Kennzeichnung Was wird geregelt? Bedeutung bei LED Leuchten
RoHS Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten Relevante Materialien und Komponenten der LED Leuchte müssen die geltenden Stoffgrenzwerte einhalten.
CE-Kennzeichnung Erklärung der Konformität mit den auf das Produkt anwendbaren europäischen Rechtsvorschriften RoHS kann dabei eine von mehreren Anforderungen sein, die der Hersteller bei der Konformitätsbewertung der fertigen LED Leuchte berücksichtigen muss.

Wichtig: RoHS ist kein eigenständiges allgemeines Qualitätssiegel. Bei betroffenen LED Leuchten gehört die Einhaltung der RoHS-Anforderungen zur regulatorischen Produktkonformität und wird im Rahmen der EU-Konformität berücksichtigt.


Ist RoHS ein Zertifikat oder Qualitätssiegel?

RoHS ist kein allgemeines Qualitätssiegel und auch kein behördlich vergebenes Zertifikat. Die RoHS-Konformität beschreibt ausschließlich, dass die für das Produkt geltenden Beschränkungen bestimmter gefährlicher Stoffe eingehalten werden.

  • RoHS-konform Stoffgrenzwerte eingehalten Die relevanten Materialien und Komponenten der LED Leuchte erfüllen die anwendbaren RoHS-Anforderungen beziehungsweise zulässigen Ausnahmen.
  • Kein Qualitätssiegel Keine Aussage über die Gesamtqualität RoHS sagt nichts über Lichtqualität, Effizienz, Lebensdauer, Betriebssicherheit oder die Qualität von LED-Chips und Treibern aus.
  • Nachweis Dokumentation statt Pflicht-Zertifikat Die Einhaltung wird über geeignete technische Nachweise dokumentiert. Freiwillige Prüfberichte oder Zertifikate externer Prüfstellen sind möglich, aber nicht mit der gesetzlichen RoHS-Konformität gleichzusetzen.

Für Käufer wichtig: Eine RoHS-konforme LED Leuchte erfüllt die entsprechenden Stoffbeschränkungen. Ob die Leuchte darüber hinaus hochwertig, langlebig oder besonders effizient ist, muss anhand weiterer technischer Qualitätsmerkmale beurteilt werden.


Häufige Fragen zu RoHS bei LED Leuchten

RoHS steht für Restriction of Hazardous Substances. Die EU-Richtlinie beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten und gilt grundsätzlich auch für LED Leuchten.

RoHS-konform bedeutet, dass die für die LED Leuchte geltenden Stoffbeschränkungen eingehalten werden. Dabei müssen die relevanten Materialien und Komponenten des fertigen Produkts berücksichtigt werden.

RoHS beschränkt aktuell zehn Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen: Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, PBB, PBDE sowie die vier Phthalate DEHP, BBP, DBP und DIBP.

Für die meisten beschränkten Stoffe gilt grundsätzlich eine Höchstkonzentration von 0,1 Gewichtsprozent im jeweiligen homogenen Werkstoff. Für Cadmium beträgt der Grenzwert 0,01 Prozent. Zulässige Ausnahmen können für bestimmte Anwendungen bestehen.

Ja. LED Leuchten gehören grundsätzlich zu den Elektro- und Elektronikgeräten, für die die RoHS-Anforderungen relevant sind, sofern für das konkrete Produkt keine besondere Ausnahme vom Anwendungsbereich besteht.

Nein. RoHS ist kein allgemeines Qualitätssiegel und kein behördlich vergebenes Pflicht-Zertifikat. Die Konformität wird vom verantwortlichen Hersteller anhand geeigneter technischer Nachweise dokumentiert.

RoHS betrifft konkrete Beschränkungen gefährlicher Stoffe. CE ist dagegen die übergeordnete Konformitätskennzeichnung, mit der der Hersteller erklärt, dass das Produkt die insgesamt anwendbaren europäischen Anforderungen erfüllt.

Nein. RoHS-konform bedeutet nicht vollständig schadstofffrei. Die Kennzeichnung besagt, dass die durch RoHS beschränkten Stoffe die zulässigen Grenzwerte nicht überschreiten beziehungsweise eine zulässige Ausnahme vorliegt.


Weiterführende Inhalte zu RoHS und Qualität von LED Leuchten

RoHS-Konformität ist eine wichtige gesetzliche Anforderung, aber kein Maßstab für die gesamte Produktqualität

Für eine hochwertige und langlebige LED Leuchte sind neben der Einhaltung von Stoffbeschränkungen auch Komponentenqualität, thermische Auslegung, Effizienz und Betriebssicherheit entscheidend. Einen Überblick finden Sie unter Qualitätsmerkmale von LED Beleuchtung.

Professionelle LED Leuchten für Industrie, Gewerbe, Hallen, Sportanlagen und Außenbereiche finden Sie in unserem Online-Shop für professionelle LED Beleuchtung.

Wie professionelle LED Beleuchtung in realen Anwendungen eingesetzt wird, zeigen unsere LED Projektberichte mit Beispielen aus unterschiedlichen Einsatzbereichen.

Weitere Informationen zu Konformität, Sicherheit, Lichttechnik und professioneller LED Beleuchtung finden Sie im LED Ratgeber.