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Asymmetrische Lichtverteilung: Bedeutung und Einsatz bei LED Beleuchtung

Eine asymmetrische Lichtverteilung lenkt Licht gezielt in eine bevorzugte Richtung. Das ist sinnvoll, wenn eine Fläche nicht rund um die Leuchte gleichmäßig beleuchtet werden soll, sondern zum Beispiel nach vorne, seitlich, auf eine Wand, einen Weg oder eine bestimmte Nutzfläche.

Bei professioneller LED Beleuchtung hilft asymmetrische Lichtverteilung dabei, Licht präziser zu nutzen, Streulicht zu reduzieren und Bereiche gezielt auszuleuchten. Sie unterscheidet sich damit von einer symmetrischen Lichtverteilung, bei der das Licht gleichmäßiger um die Leuchte verteilt wird.

Definition

Was bedeutet asymmetrische Lichtverteilung?

Asymmetrische Lichtverteilung bedeutet, dass eine Leuchte ihr Licht nicht gleichmäßig in alle Richtungen abgibt, sondern gezielt in eine bevorzugte Richtung lenkt.

Dadurch können bestimmte Flächen, Randbereiche, Wege, Fassaden oder Arbeitszonen gezielt beleuchtet werden, ohne unnötig viel Licht in andere Richtungen abzugeben.

Grafik zur asymmetrischen Lichtverteilung bei Außenbeleuchtung: Das Licht wird gezielt nach vorne gelenkt, während hinter der Leuchte kaum Licht entsteht.

Wie unterscheidet sich asymmetrische von symmetrischer Lichtverteilung?

Der Unterschied liegt in der Richtung, in die eine Leuchte ihr Licht abgibt. Symmetrische Lichtverteilung eignet sich für gleichmäßig zu beleuchtende Flächen um die Leuchte herum. Asymmetrische Lichtverteilung wird eingesetzt, wenn Licht gezielt in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

Kriterium Symmetrische Lichtverteilung Asymmetrische Lichtverteilung
Lichtrichtung Das Licht wird gleichmäßiger um die Leuchte herum verteilt. Das Licht wird gezielt in eine bevorzugte Richtung gelenkt.
Typischer Einsatz Geeignet für Flächen, die möglichst gleichmäßig unter oder um die Leuchte ausgeleuchtet werden sollen. Geeignet für Randbereiche, Wege, Fassaden, Wände, Straßen, Parkflächen oder Arbeitszonen, die gezielt von einer Seite beleuchtet werden sollen.
Lichtnutzung Kann sinnvoll sein, wenn Licht in mehrere Richtungen gebraucht wird. Hilft, Licht stärker auf die relevante Nutzfläche zu konzentrieren und unnötige Lichtanteile in andere Richtungen zu reduzieren.
Planung Die Leuchtenposition liegt häufig zentraler über der zu beleuchtenden Fläche. Die Leuchte kann seitlich, am Rand oder außerhalb der eigentlichen Nutzfläche positioniert werden, während das Licht gezielt auf die Fläche gelenkt wird.

Asymmetrische Lichtverteilung bedeutet nicht automatisch weniger Licht, sondern eine andere Lichtlenkung. Entscheidend ist, ob die Leuchte das Licht dorthin führt, wo es für die jeweilige Fläche, Sehaufgabe oder Nutzung tatsächlich benötigt wird.


Wann ist asymmetrische Lichtverteilung sinnvoll?

Asymmetrische Lichtverteilung ist sinnvoll, wenn Leuchten nicht mittig über einer Fläche montiert werden können oder wenn Licht gezielt in eine Richtung gelenkt werden soll. Typisch sind Randbereiche, Wege, Parkflächen, Straßen, Wände, Fassaden oder Arbeitszonen, bei denen Licht nicht unnötig nach hinten, oben oder zur Seite abgegeben werden soll. Häufig ist das bei der Fassadenbeleuchtung, Betriebsgeländebeleuchtung oder Parkhausbeleuchtung der Fall.

  • Parkflächen Flächen vom Rand aus beleuchten Bei LED Parkplatzbeleuchtung können Leuchten am Rand oder auf Masten positioniert werden, während das Licht gezielt auf Stellflächen, Fahrwege und Verkehrsbereiche gelenkt wird.
  • Straßen Wege und Fahrbahnen gezielt ausleuchten Bei LED Straßenbeleuchtung wird Licht häufig seitlich von Mastpositionen auf Fahrbahnen, Gehwege oder Zufahrten gelenkt, ohne angrenzende Bereiche unnötig stark zu beleuchten.
  • Wände Vertikale Flächen gleichmäßiger aufhellen Asymmetrische Lichtverteilung kann Wände, Fassaden, Regale oder vertikale Arbeitsbereiche gezielt aufhellen. Das ist hilfreich, wenn Licht nicht nur auf den Boden, sondern kontrolliert auf eine seitliche Fläche gelenkt werden soll.
  • Randzonen Licht dort einsetzen, wo es gebraucht wird In Hallen, Werkstätten, Ladebereichen oder Verkehrswegen kann asymmetrisches Licht helfen, Randbereiche, Arbeitszonen oder Laufwege gezielt auszuleuchten, ohne die Leuchte mittig über der Fläche platzieren zu müssen.

Besonders nützlich ist asymmetrische Lichtverteilung dort, wo Leuchtenposition und Nutzfläche nicht deckungsgleich sind. Die Lichtlenkung gleicht diese seitliche oder randnahe Montage aus und verbessert die nutzbare Ausleuchtung der Fläche.


Welche Vorteile hat asymmetrische Lichtverteilung?

Der wichtigste Vorteil asymmetrischer Lichtverteilung liegt in der gezielten Lichtlenkung. Licht wird nicht breit in alle Richtungen abgegeben, sondern stärker auf die relevante Fläche geführt. Dadurch kann die Beleuchtung effizienter, kontrollierter und störungsärmer wirken.

  • Lichtlenkung Nutzfläche gezielter beleuchten Asymmetrische Lichtverteilung führt Licht dorthin, wo es tatsächlich benötigt wird. Das ist besonders hilfreich, wenn Leuchten seitlich, am Rand oder außerhalb der eigentlichen Fläche montiert werden.
  • Streulicht Unerwünschte Lichtanteile reduzieren Durch eine kontrollierte Lichtverteilung kann weniger Licht in nicht relevante Richtungen gelangen. Das reduziert unnötige Aufhellung von angrenzenden Bereichen, Fassaden, Nachbarflächen oder dem Umfeld.
  • Planung Leuchtenposition flexibler wählen Wenn Leuchten nicht zentral über einer Fläche montiert werden können, hilft asymmetrische Lichtverteilung, die Nutzfläche trotzdem sinnvoll auszuleuchten. Die passende Lichtlenkung ist daher ein wichtiger Bestandteil einer professionellen Lichtplanung.

Asymmetrische Lichtverteilung ist vor allem dann vorteilhaft, wenn Licht präzise geführt werden muss. Sie ersetzt keine Planung, kann aber helfen, Leuchtenposition, Nutzfläche und gewünschte Lichtwirkung besser aufeinander abzustimmen.


Was ist der Unterschied zu Abstrahlwinkel und LVK?

Asymmetrische Lichtverteilung beschreibt die bevorzugte Richtung der Lichtlenkung. Der Abstrahlwinkel beschreibt dagegen, wie breit oder eng Licht abgegeben wird. Die LVK zeigt die Lichtverteilung fachlich als Kurve oder Datengrundlage.

Die Begriffe hängen zusammen, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften einer Leuchte:

Begriff Was wird beschrieben? Wichtig für die Einordnung
Asymmetrische Lichtverteilung Beschreibt, dass Licht gezielt in eine bevorzugte Richtung gelenkt wird. Wichtig, wenn Leuchten seitlich, am Rand oder außerhalb der eigentlichen Nutzfläche montiert werden.
Abstrahlwinkel Der Abstrahlwinkel beschreibt, wie breit oder eng das Licht einer Leuchte austritt. Ein Abstrahlwinkel kann breit oder eng sein, sagt aber allein noch nicht, ob die Lichtverteilung symmetrisch oder asymmetrisch ist.
LVK Die Lichtstärkeverteilungskurve zeigt, in welche Richtungen eine Leuchte wie viel Licht abgibt. An der LVK lässt sich erkennen, ob Licht gleichmäßig verteilt oder deutlich in eine bevorzugte Richtung gelenkt wird.
Abschirmwinkel Der Abschirmwinkel beschreibt, aus welchen Blickrichtungen helle Leuchtenteile nicht direkt sichtbar sind. Er betrifft vor allem die Begrenzung direkter Blendung und ist nicht dasselbe wie eine asymmetrische Lichtverteilung.

Asymmetrische Lichtverteilung beschreibt die Richtung der Lichtlenkung, der Abstrahlwinkel die Breite des Lichtaustritts und die LVK die fachliche Darstellung der Lichtverteilung.


Häufige Fragen zu asymmetrischer Lichtverteilung

Asymmetrische Lichtverteilung bedeutet, dass eine Leuchte ihr Licht nicht gleichmäßig in alle Richtungen abgibt, sondern gezielt in eine bevorzugte Richtung lenkt. Dadurch können Flächen, Wege, Wände, Fassaden oder Randbereiche kontrollierter beleuchtet werden.

Bei symmetrischer Lichtverteilung wird Licht gleichmäßiger um die Leuchte oder um die optische Achse verteilt. Bei asymmetrischer Lichtverteilung wird das Licht dagegen gezielt nach vorne, seitlich oder auf eine bestimmte Fläche gelenkt.

Asymmetrische Lichtverteilung ist sinnvoll, wenn Leuchten am Rand, seitlich oder außerhalb der eigentlichen Nutzfläche montiert werden und das Licht trotzdem gezielt auf die Fläche gelenkt werden soll. Typische Beispiele sind Parkflächen, Straßen, Wege, Fassaden, Wände und Randzonen in Hallen.

Asymmetrische Lichtverteilung kann Licht präziser auf die relevante Nutzfläche führen, unerwünschte Lichtanteile reduzieren, unerwünschte Lichtanteile reduzieren und Leuchtenpositionen flexibler machen. Sie ist besonders hilfreich, wenn Licht nicht breit in alle Richtungen abgegeben werden soll.

Nein, asymmetrische Lichtverteilung und Abstrahlwinkel beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Der Abstrahlwinkel beschreibt, wie breit oder eng Licht austritt. Asymmetrische Lichtverteilung beschreibt, dass das Licht bevorzugt in eine bestimmte Richtung gelenkt wird.

In der Lichtstärkeverteilungskurve erkennt man asymmetrische Lichtverteilung daran, dass die Lichtabgabe nicht gleichmäßig auf beiden Seiten verläuft. Die Kurve zeigt dann eine bevorzugte Richtung, in die deutlich mehr Licht abgegeben wird.

Asymmetrische Lichtverteilung kann Streulicht reduzieren, wenn die Leuchte das Licht gezielt auf die gewünschte Fläche lenkt und weniger Licht in unerwünschte Richtungen abgibt. Ob das gelingt, hängt von Optik, Montageposition, Lichtverteilung und Planung ab.

Asymmetrische Lichtverteilung kann Blendung reduzieren, wenn Licht besser aus kritischen Blickrichtungen herausgelenkt wird. Sie ersetzt aber keinen Blendschutz, keine passende Abschirmung und keine fachgerechte Lictplanung.


Asymmetrische Lichtverteilung weiter einordnen

Lichtverteilung gezielt planen statt Licht nur breit abzugeben

Asymmetrische Lichtverteilung ist besonders dann relevant, wenn Licht nicht gleichmäßig rund um die Leuchte verteilt werden soll. Entscheidend ist, ob die Leuchte das Licht kontrolliert auf die gewünschte Nutzfläche lenkt und unerwünschte Lichtanteile in andere Richtungen reduziert.

Weitere Grundlagen zu Lichtverteilung, Abstrahlwinkel, LVK, Blendung, Abschirmung und Sehkomfort finden Sie im LED Ratgeber. Dadurch lassen sich Leuchten, Optiken und Lichtverteilungen fachlich besser einordnen.

Für Außenflächen, Verkehrswege, Hallen, Parkbereiche oder randnahe Arbeitszonen ist eine professionelle Lichtplanung sinnvoll, weil Leuchtenposition, Montagehöhe, Lichtverteilung, Blendungsbegrenzung und nutzbare Beleuchtungsstärke gemeinsam bewertet werden müssen.

Praxisbeispiele mit professioneller LED Beleuchtung finden Sie in unseren LED Projektberichten und Referenzen. Informieren Sie sich außerdem über August Müller Lichttechnik als Hersteller professioneller LED Beleuchtung oder besuchen Sie den Online-Shop für professionelle LED Beleuchtung.