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DIN EN 12193: Beleuchtung von Sportstätten

Die DIN EN 12193 ist die zentrale Norm für die Beleuchtung von Sportstätten. Sie hilft dabei, Sportflächen so zu beleuchten, dass Sportler, Schiedsrichter, Zuschauer und weitere Beteiligte das Spielgeschehen sicher und zuverlässig erkennen können.

Relevant ist die Norm für Sportstätten in Innen- und Außenanlagen. Dazu zählen zum Beispiel Sporthallen, Fußballplätze, Tennisplätze, Leichtathletikanlagen, Reitanlagen und Mehrzweck-Sportanlagen. Entscheidend ist dabei immer, welche Sportart ausgeübt wird, auf welchem Niveau gespielt wird und welche visuellen Anforderungen an die Beleuchtung entstehen.

Definition

Was ist die DIN EN 12193?

DIN EN 12193 ist die Norm für die Beleuchtung von Sportstätten.

Sie beschreibt Anforderungen an Sportstättenbeleuchtung, damit Sportflächen je nach Sportart, Nutzung und Beleuchtungsklasse sicher, gleichmäßig, blendungsarm und passend zur visuellen Aufgabe beleuchtet werden können.


Für welche Sportstätten gilt DIN EN 12193?

DIN EN 12193 gilt für die Beleuchtung von Sportstätten in Innen- und Außenanlagen. Entscheidend ist nicht nur die Sportfläche selbst, sondern auch die Sportart, die Nutzung, das Leistungsniveau und die Frage, ob Training, Wettkampf oder eine höherwertige Veranstaltung beleuchtet werden soll. Dazu zählen zum Beispiel die Sporthallenbeleuchtung, Fussballplatzbeleuchtung oder Tennisplatzbeleuchtung.

  • Innenanlagen Sporthallen und Mehrzweckhallen In Innenanlagen betrifft DIN EN 12193 zum Beispiel Sporthallen, Mehrzweckhallen, Trainingshallen und überdachte Sportbereiche. Wichtig sind hier vor allem gleichmäßige Sichtbedingungen, Blendungsbegrenzung und eine zur Sportart passende Beleuchtungsstärke.
  • Außenanlagen Sportplätze und Spielfelder im Freien In Außenanlagen gilt die Norm unter anderem für Fußballplätze, Tennisplätze, Leichtathletikanlagen, Reitplätze und andere Sportflächen im Freien. Neben der Helligkeit spielen hier auch Blendung, Streulicht, Lichtlenkung und Umgebungswirkung eine wichtige Rolle.
  • Nutzung Training, Wettkampf und Veranstaltungen Die Anforderungen unterscheiden sich je nachdem, ob eine Sportstätte für Freizeit- und Schulsport, Training, regionale Wettkämpfe oder hochwertige Wettbewerbe genutzt wird. Dafür arbeitet DIN EN 12193 mit unterschiedlichen Beleuchtungsklassen.

Welche Anforderungen stellt DIN EN 12193 an Sportstättenbeleuchtung?

DIN EN 12193 bewertet Sportstättenbeleuchtung nicht nur nach der Helligkeit einer Fläche. Eine wichtige Grundlage ist die Beleuchtungsstärke in Lux, aber für Sportflächen zählen zusätzlich Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Wartungszustand und eine zur Sportart passende Lichtverteilung. Je nach Sportart und Anlage unterscheiden sich diese Anforderungen, etwa in der Tennishallenbeleuchtung, Padelplatzbeleuchtung oder Reithallenbeleuchtung.

Für die Bewertung von Sportstättenbeleuchtung sind vor allem diese Anforderungen relevant:

Anforderung Bedeutung Warum wichtig?
Beleuchtungsstärke Die mittlere Beleuchtungsstärke Em beschreibt das Beleuchtungsniveau auf der relevanten Sportfläche. Sie hilft zu bewerten, ob Spieler, Ball, Linien, Hindernisse und Bewegungen zuverlässig erkennbar sind.
Gleichmäßigkeit Die Gleichmäßigkeit U0 beschreibt, wie gleichmäßig die Beleuchtung auf der Sportfläche verteilt ist. Starke Hell-Dunkel-Unterschiede können Ballverfolgung, Orientierung, Reaktionsfähigkeit und Spielqualität deutlich beeinträchtigen.
Blendungsbegrenzung Bei Sportstätten muss störende Blendung durch Leuchten, Lichtpunkte oder ungünstige Blickrichtungen begrenzt werden. Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer müssen das Spielgeschehen erkennen können, ohne durch direkte Blendung in ihrer Sicht gestört zu werden.
Farbwiedergabe Der Farbwiedergabeindex CRI beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen. Gute Farbwiedergabe unterstützt die Erkennbarkeit von Trikots, Linien, Markierungen, Sportgeräten und Spielfeldbereichen.
Wartungszustand Die Beleuchtung muss so geplant werden, dass die geforderte Lichtqualität auch im Betrieb erhalten bleibt. Dafür wird der Wartungsfaktor MF berücksichtigt. Verschmutzung, Alterung und Lichtstromrückgang können die Beleuchtung langfristig beeinflussen und müssen in der Planung berücksichtigt werden.
Lichtlenkung Die Lichtverteilung muss zur Sportart, zur Fläche, zur Montageposition und zur Blickrichtung der Nutzer passen. Gezielte Lichtlenkung verbessert die Nutzbarkeit der Sportfläche, reduziert Blendung und begrenzt unnötiges Streulicht in die Umgebung.

DIN EN 12193 sollte deshalb nicht auf einzelne Luxwerte reduziert werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Wartungszustand und sportartspezifischer Lichtverteilung.


Welche Beleuchtungsklassen gibt es nach DIN EN 12193?

DIN EN 12193 unterscheidet Sportstättenbeleuchtung nach Beleuchtungsklassen. Diese Klassen helfen einzuordnen, welche Anforderungen für eine Sportanlage gelten, je nachdem ob sie für Training, Freizeit- und Schulsport, regionale Wettkämpfe oder hochwertige Wettbewerbe genutzt wird.

Die Beleuchtungsklassen lassen sich vereinfacht so einordnen:

Beleuchtungsklasse Typische Nutzung Einordnung
Klasse I Hochwertige Wettkämpfe, leistungsorientierter Sport und Sportveranstaltungen mit besonders hohen visuellen Anforderungen. Klasse I stellt die höchsten Anforderungen an Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung und Lichtqualität.
Klasse II Regionale oder örtliche Wettkämpfe, Vereinssport und Training mit gehobenem Anspruch. Klasse II liegt zwischen Freizeit-/Trainingsbetrieb und hochwertigem Wettkampfniveau und ist für viele Sportanlagen praxisrelevant.
Klasse III Training, Schulsport, Freizeitsport und einfache sportliche Nutzung ohne hohe Veranstaltungsanforderungen. Klasse III beschreibt niedrigere Anforderungen, muss aber dennoch sichere Orientierung, Ballverfolgung und ausreichende Sichtbedingungen ermöglichen.

Die passende Beleuchtungsklasse hängt nicht allein von der Sportart ab. Entscheidend sind auch Nutzungsniveau, Wettkampfanspruch, Zuschaueranforderungen, Geschwindigkeit des Spiels und die Frage, ob eine Sportstätte nur für Training oder auch für Veranstaltungen genutzt wird.


Welche Beleuchtungsstärke ist nach DIN EN 12193 erforderlich?

Die erforderliche Beleuchtungsstärke nach DIN EN 12193 hängt von Sportart, Beleuchtungsklasse, Nutzung und visueller Aufgabe ab. Eine Trainingsfläche stellt andere Anforderungen als ein Wettkampffeld, eine Sporthalle andere als ein Außenplatz und eine schnelle Ballsportart andere als eine langsamere Nutzung. Um die geforderten Werte zu erreichen, kommen auf Sportflächen häufig LED Flutlichtstrahler oder Lichtmasten zum Einsatz.

Zur ersten Orientierung lassen sich typische Sportstätten so einordnen:

Sportstätte Typische Anforderung Einordnung
Sporthalle und Mehrzweckhalle abhängig von Sportart, Hallennutzung und Wettkampfniveau In Hallen sind gleichmäßige Beleuchtung, geringe Blendung und gute Sicht auf Spieler, Ball, Linien und Geräte besonders wichtig.
Fußballplatz abhängig von Training, Vereinsspiel, Wettkampf und Zuschaueranforderung Für Fußballplätze sind Ballverfolgung, Spielfeldlinien, Bewegungsrichtung, Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung zentrale Bewertungsfaktoren.
Tennisplatz abhängig von Trainingsbetrieb, Clubspiel und Wettkampfniveau Beim Tennis muss der Ball in schneller Bewegung, bei wechselnden Blickrichtungen und über das gesamte Spielfeld zuverlässig erkennbar bleiben.
Reitplatz und Reithalle abhängig von Training, Unterricht, Turnier und Flächengröße Wichtig sind gleichmäßige Sichtbedingungen für Reiter, Pferd, Hindernisse, Begrenzungen und Bewegungsabläufe.
Leichtathletik und sonstige Sportflächen abhängig von Disziplin, Geschwindigkeit, Orientierung und Wettkampfanspruch Je nach Disziplin können horizontale und vertikale Sichtbedingungen, Markierungen, Geräte, Laufwege und Sicherheitsbereiche relevant sein.

DIN EN 12193 sollte nicht als pauschale Luxwert-Tabelle verstanden werden. Die konkrete Beleuchtungsstärke ergibt sich aus Sportart, Beleuchtungsklasse, Referenzfläche, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Wartungszustand und der geplanten Nutzung der Sportstätte.


Warum reichen Luxwerte bei Sportstättenbeleuchtung nicht aus?

Luxwerte sind wichtig, reichen bei Sportstättenbeleuchtung aber nicht aus. Eine Sportfläche kann rechnerisch hell genug sein und trotzdem schlechte Sichtbedingungen bieten, wenn die Beleuchtung ungleichmäßig ist, blendet oder den Ball, Linien und Bewegungen nicht zuverlässig sichtbar macht.

Für gute Sportstättenbeleuchtung müssen mehrere Faktoren zusammenpassen:

  • Gleichmäßigkeit Keine störenden Hell-Dunkel-Zonen Sportflächen müssen gleichmäßig nutzbar sein. Zu große Helligkeitsunterschiede erschweren Ballverfolgung, Orientierung, Reaktion und das sichere Erkennen von Spielfeldgrenzen.
  • Blendung Freie Sicht auf Spiel und Ball Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer blicken häufig in wechselnde Richtungen. Störende Blendung kann die Sicht verschlechtern und die Konzentration auf das Spielgeschehen beeinträchtigen.
  • Lichtlenkung Licht passend zur Sportart führen Die Lichtverteilung muss zur Sportfläche, Montagehöhe, Blickrichtung und Bewegungsgeschwindigkeit passen. Nur dann werden Spielfeld, Ball, Linien, Geräte und relevante Randbereiche sinnvoll sichtbar.
  • Dauerbetrieb Lichtqualität langfristig erhalten Sportstättenbeleuchtung muss auch nach Alterung, Verschmutzung und Lichtstromrückgang ausreichend nutzbar bleiben. Deshalb dürfen Luxwerte nicht nur im Neuzustand betrachtet werden.

DIN EN 12193 betrachtet Sportstättenbeleuchtung deshalb als Zusammenspiel aus Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Lichtverteilung, Farbwiedergabe und dauerhaft nutzbarer Lichtqualität.


Was bedeuten Hauptfläche PA und Gesamtfläche TA?

Bei Sportstättenbeleuchtung wird nicht immer nur die reine Spielfläche betrachtet. DIN EN 12193 unterscheidet zwischen der Hauptfläche PA und der Gesamtfläche TA, damit Beleuchtung passend zur Sportart und zur tatsächlichen Nutzung bewertet werden kann.
  • PA Hauptfläche der Sportart Die Hauptfläche ist der zentrale Bereich, in dem die eigentliche sportliche Aktivität stattfindet. Je nach Sportart kann das zum Beispiel das Spielfeld, die Spielzone oder die unmittelbar relevante Bewegungsfläche sein.
  • TA Gesamtfläche mit Randbereichen Die Gesamtfläche umfasst zusätzlich angrenzende Bereiche, die für Bewegung, Sicherheit, Auslaufzonen oder die Nutzung der Sportstätte relevant sein können. Sie kann über die reine Hauptfläche hinausgehen.
  • Bewertung Anforderungen richtig zuordnen Für die Bewertung nach DIN EN 12193 ist wichtig, ob Anforderungen auf die Hauptfläche, die Gesamtfläche oder eine sportartspezifische Referenzfläche bezogen werden. Nur dann lassen sich Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit korrekt einordnen.

Die Unterscheidung ist besonders wichtig, weil Sportarten unterschiedliche Bewegungsräume, Sicherheitsbereiche und Blickrichtungen haben. Eine Tennisanlage, ein Fußballplatz, eine Sporthalle oder ein Reitplatz können deshalb nicht pauschal über dieselbe Fläche bewertet werden.


Welche Rolle spielen Blendung und Streulicht bei DIN EN 12193?

Blendung und Streulicht sind bei Sportstättenbeleuchtung besonders wichtig, weil Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer häufig in wechselnde Richtungen blicken. Der Ball, Linien, Markierungen und Bewegungen müssen auch bei schnellen Spielsituationen gut erkennbar bleiben.

Für Sportstätten sind vor allem diese Punkte relevant:

  • Blendung Sicht auf Spiel und Ball erhalten Störende Blendung kann die Ballverfolgung, Reaktionsfähigkeit und Orientierung beeinträchtigen. Besonders bei Außenanlagen ist die Bewertung der Blendung mit GR ein wichtiger Faktor.
  • Blickrichtung Wechselnde Perspektiven berücksichtigen Sportler schauen nicht dauerhaft in eine Richtung. Je nach Sportart müssen Ballflug, Laufwege, Sprünge, Zweikämpfe, Linien und Randbereiche aus unterschiedlichen Blickwinkeln sicher erkennbar sein.
  • Streulicht Licht außerhalb der Fläche begrenzen Bei Sportanlagen im Freien kann Licht in angrenzende Bereiche, Nachbarschaft oder den Nachthimmel abstrahlen. Eine gezielte Lichtlenkung reduziert unnötige Störwirkungen und verbessert die Nutzbarkeit der Sportfläche.
  • Leuchtenausrichtung Licht passend zur Sportart führen Montagehöhe, Ausrichtung und Lichtverteilung müssen zur Sportfläche passen. Ziel ist eine gleichmäßige, blendungsarme Beleuchtung, die Spielfläche, Ball, Spieler, Linien und Sicherheitsbereiche zuverlässig sichtbar macht.

DIN EN 12193 betrachtet Blendung und Streulicht deshalb nicht als Nebenthemen. Für gute Sportstättenbeleuchtung müssen Lichtverteilung, Blickrichtungen, Umgebung und sportartspezifische Bewegungsabläufe zusammen bewertet werden.


Wie wird Beleuchtung nach DIN EN 12193 geplant oder geprüft?

Beleuchtung nach DIN EN 12193 wird nicht nur über einzelne Lichtwerte beurteilt. Entscheidend ist, ob Sportart, Nutzung, Beleuchtungsklasse, Referenzfläche, Leuchtenanordnung und Messpunkte sinnvoll zusammen bewertet werden.

Für die praktische Umsetzung sind vor allem diese Schritte wichtig:

Schritt Bedeutung Warum wichtig?
Sportart und Nutzung festlegen Zuerst wird geklärt, welche Sportart ausgeübt wird und ob die Anlage für Training, Freizeit, Schulsport, Vereinssport oder Wettkampf genutzt wird. Sportart und Nutzung bestimmen, welche Beleuchtungsklasse und welche visuellen Anforderungen relevant sind.
Referenzflächen bestimmen Hauptfläche, Gesamtfläche oder sportartspezifische Bewertungsflächen müssen eindeutig festgelegt werden. Nur wenn die richtige Fläche bewertet wird, lassen sich Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit und Lichtverteilung korrekt einordnen.
Leuchtenanordnung planen Montagehöhe, Position, Ausrichtung, Lichtverteilung und Abschirmung werden passend zur Sportfläche gewählt. Eine gute Leuchtenanordnung verbessert Sichtbedingungen, reduziert Blendung und begrenzt unnötiges Streulicht.
Messpunkte bewerten Für Berechnung oder Messung wird ein geeignetes Messraster verwendet. Das Messraster legt fest, an welchen Punkten die Sportfläche bewertet wird und verhindert eine zufällige Betrachtung einzelner Messwerte.
Ergebnisse dokumentieren Die Ergebnisse werden so dokumentiert, dass Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Wartungsannahmen und Lichtverteilung nachvollziehbar bleiben. Eine saubere Dokumentation hilft, Planung, Ausführung und spätere Überprüfung der Sportstättenbeleuchtung fachlich einzuordnen.

Für neue Sportstätten, Modernisierungen oder die Umrüstung bestehender Anlagen ist eine professionelle Lichtplanung sinnvoll, weil sie die Anforderungen der DIN EN 12193 im Zusammenhang mit Sportart, Beleuchtungsklasse, Referenzfläche, Blendungsbegrenzung und dauerhaft nutzbarer Lichtqualität bewertet.


Wie grenzt sich DIN EN 12193 von DIN EN 12464-1, DIN EN 12464-2 und DIN EN 13201 ab?

DIN EN 12193 wird vor allem dann relevant, wenn eine Fläche sportlich genutzt wird. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob sich eine Anlage innen oder außen befindet, sondern ob Sportart, Spielfeld, Bewegungsabläufe, Zuschaueranforderungen und sportartspezifische Sichtbedingungen bewertet werden müssen.

Die wichtigsten Abgrenzungen lassen sich so einordnen:

  • DIN EN 12193 Sportstättenbeleuchtung DIN EN 12193 gilt für Sportstätten in Innen- und Außenanlagen. Im Mittelpunkt stehen Sportart, Beleuchtungsklasse, Spielfläche, Ballverfolgung, Gleichmäßigkeit, Blendung und sportartspezifische Lichtqualität.
  • DIN EN 12464-1 Arbeitsstätten in Innenräumen Die DIN EN 12464-1 betrifft Arbeitsstätten in Innenräumen, zum Beispiel Büros, Produktionsbereiche, Werkstätten, Lagerbereiche oder Verkehrsflächen innerhalb von Gebäuden.
  • DIN EN 12464-2 Arbeitsplätze im Freien Die DIN EN 12464-2 gilt für Außenarbeitsbereiche, zum Beispiel Betriebshöfe, Ladezonen, Verkehrswege, Parkbereiche, Industrieflächen oder technische Außenanlagen.
  • DIN EN 13201 Straßenbeleuchtung Die DIN EN 13201 bezieht sich auf Straßenbeleuchtung und verkehrsbezogene Beleuchtungsaufgaben, nicht auf sportartspezifische Anforderungen von Sportstätten.

Kurz gesagt: DIN EN 12193 ist die passende Norm, wenn eine Sportstätte bewertet wird. Arbeitsstätten, Außenarbeitsbereiche und Straßenbeleuchtung werden über eigene Normen beziehungsweise Normteile eingeordnet.


Häufige Fragen zur DIN EN 12193

DIN EN 12193 ist die Norm für die Beleuchtung von Sportstätten. Sie beschreibt Anforderungen an Sportstättenbeleuchtung, damit Sportflächen je nach Sportart, Nutzung und Beleuchtungsklasse sicher, gleichmäßig, blendungsarm und passend zur visuellen Aufgabe beleuchtet werden können.

DIN EN 12193 gilt für Sportstätten in Innen- und Außenanlagen, zum Beispiel Sporthallen, Mehrzweckhallen, Fußballplätze, Tennisplätze, Leichtathletikanlagen, Reitplätze und weitere Sportflächen im Freien.

DIN EN 12193 unterscheidet die Beleuchtungsklassen I, II und III. Die passende Klasse hängt von Sportart, Nutzung, Wettkampfniveau, Zuschaueranforderungen und der Frage ab, ob Training, Schulsport, Vereinssport oder ein höherwertiger Wettkampf beleuchtet wird.

Beleuchtungsklasse I steht für hochwertige Wettkämpfe, leistungsorientierten Sport und Sportveranstaltungen mit besonders hohen visuellen Anforderungen. Sie stellt die höchsten Anforderungen an Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung und Lichtqualität.

Beleuchtungsklasse II wird typischerweise für regionale oder örtliche Wettkämpfe, Vereinssport und Training mit gehobenem Anspruch verwendet. Sie liegt zwischen einfachem Trainingsbetrieb und hochwertigem Wettkampfniveau.

Beleuchtungsklasse III betrifft Training, Schulsport, Freizeitsport und einfache sportliche Nutzung. Auch bei niedrigeren Anforderungen müssen Sportfläche, Ball, Linien, Markierungen und Bewegungen sicher erkennbar bleiben.

Die erforderliche Beleuchtungsstärke nach DIN EN 12193 hängt von Sportart, Beleuchtungsklasse, Nutzung und Referenzfläche ab. Eine Sporthalle, ein Fußballplatz, ein Tennisplatz oder ein Reitplatz können deshalb unterschiedliche Anforderungen an Luxwerte, Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung haben.

Luxwerte beschreiben nur das Beleuchtungsniveau auf einer Fläche. Für gute Sportstättenbeleuchtung müssen zusätzlich Gleichmäßigkeit, Blendung, Farbwiedergabe, Lichtverteilung, Wartungszustand, Ballverfolgung und sportartspezifische Sichtbedingungen berücksichtigt werden.

Gleichmäßigkeit ist wichtig, damit Sportflächen nicht aus stark hellen und dunklen Bereichen bestehen. Zu große Helligkeitsunterschiede können Ballverfolgung, Orientierung, Reaktionsfähigkeit, Linienerkennung und Spielqualität beeinträchtigen.

Blendung entsteht, wenn Leuchten, Lichtpunkte oder ungünstige Blickrichtungen das Sehen stören. Bei Sportstättenbeleuchtung ist eine gute Blendungsbegrenzung wichtig, weil Sportler, Schiedsrichter und Zuschauer den Ball, Linien, Markierungen und Bewegungen zuverlässig erkennen müssen.

Die Hauptfläche PA beschreibt die zentrale sportartspezifische Fläche, auf der die eigentliche sportliche Aktivität stattfindet. Die Gesamtfläche TA umfasst zusätzlich relevante Rand-, Bewegungs- oder Sicherheitsbereiche, die je nach Sportart ebenfalls bewertet werden können.

Für die Prüfung werden Sportart, Nutzung, Beleuchtungsklasse, Referenzflächen und Messpunkte festgelegt. Anschließend werden Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Wartungsannahmen und Lichtverteilung rechnerisch oder messtechnisch bewertet.


DIN EN 12193 weiter einordnen

Sportstättenbeleuchtung normnah und sportartspezifisch bewerten

DIN EN 12193 ist eine wichtige Grundlage, wenn Beleuchtung für Sportstätten geplant, modernisiert oder geprüft werden soll. Entscheidend ist dabei nicht nur ein einzelner Luxwert, sondern eine Beleuchtung, die Sportart, Beleuchtungsklasse, Spielfläche, Ballverfolgung, Gleichmäßigkeit, Blendung und dauerhaft nutzbare Lichtqualität zusammen bewertet.

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