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DIN EN 12665: Grundbegriffe und Kriterien für Beleuchtung

Die DIN EN 12665 ist eine grundlegende Norm für Licht und Beleuchtung. Sie hilft dabei, wichtige Begriffe rund um Beleuchtung einheitlich zu verstehen und Beleuchtungsanforderungen fachlich sauber einzuordnen.

Relevant ist die Norm vor allem als gemeinsame Grundlage für Planung, Bewertung und Verständigung. Wer Beleuchtung richtig beurteilen möchte, muss wissen, welche Größen gemeint sind, wie sie zusammenhängen und warum sie je nach Anwendung unterschiedlich bewertet werden.

Definition

Was ist die DIN EN 12665?

DIN EN 12665 ist die Norm für grundlegende Begriffe und Kriterien zur Festlegung von Beleuchtungsanforderungen.

Sie schafft eine einheitliche Grundlage, um Beleuchtung fachlich richtig zu beschreiben, Anforderungen nachvollziehbar festzulegen und verschiedene Beleuchtungsnormen besser zu verstehen.


Wofür wird DIN EN 12665 verwendet?

DIN EN 12665 wird verwendet, um Beleuchtung fachlich eindeutig zu beschreiben. Sie schafft eine gemeinsame Grundlage, damit Planer, Betreiber, Hersteller, Prüfer und Anwender bei lichttechnischen Begriffen und Anforderungen vom selben Verständnis ausgehen.

  • Begriffe Lichttechnik eindeutig verstehen Die Norm hilft dabei, zentrale Begriffe der Beleuchtung einheitlich zu verwenden. Dadurch wird klarer, ob zum Beispiel die Lichtmenge einer Leuchte, die Helligkeit auf einer Fläche oder die wahrgenommene Helligkeit einer Oberfläche gemeint ist.
  • Kriterien Beleuchtungsanforderungen einordnen DIN EN 12665 unterstützt dabei, Anforderungen an Beleuchtung nachvollziehbar zu beschreiben. Dazu gehört nicht nur, wie hell ein Bereich sein soll, sondern auch, welche Sehbedingungen, Qualitätsmerkmale und Bewertungsgrößen relevant sind.
  • Normen Andere Beleuchtungsnormen besser lesen Viele anwendungsbezogene Normen nutzen lichttechnische Begriffe, die ohne Grundlagenwissen leicht verwechselt werden. DIN EN 12665 hilft, Anforderungen aus Normen für Arbeitsstätten, Sportstätten oder Straßenbeleuchtung fachlich sauber einzuordnen.

Praktisch bedeutet das: DIN EN 12665 liefert keine einfache Liste fertiger Beleuchtungswerte, sondern eine begriffliche Grundlage. Sie macht verständlich, welche lichttechnischen Größen und Kriterien verwendet werden, bevor konkrete Anforderungen für einen bestimmten Anwendungsfall bewertet werden.


Welche grundlegenden Lichtbegriffe sind wichtig?

DIN EN 12665 hilft dabei, zentrale Begriffe der Lichttechnik richtig zu unterscheiden. Das ist wichtig, weil Beleuchtung nicht nur mit „hell“ oder „dunkel“ beschrieben wird, sondern mit unterschiedlichen Größen, die jeweils etwas anderes aussagen.

Besonders häufig werden diese Begriffe bei der Bewertung von Beleuchtung verwechselt:

Begriff Was wird beschrieben? Warum ist das wichtig?
Lumen Der Lichtstrom in Lumen beschreibt, wie viel sichtbares Licht eine Lichtquelle insgesamt abgibt. Lumen hilft, die Lichtmenge einer Leuchte einzuordnen, sagt aber allein noch nicht aus, wie hell eine bestimmte Fläche beleuchtet wird.
Lux Die Beleuchtungsstärke in Lux beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Lux ist zentral, wenn Arbeitsflächen, Verkehrswege, Sportflächen oder Außenbereiche lichttechnisch bewertet werden.
Watt Watt beschreibt die elektrische Leistungsaufnahme einer Leuchte. Watt zeigt den Energieeinsatz, aber nicht automatisch die Helligkeit. Deshalb muss Watt immer zusammen mit Lichtleistung und Effizienz bewertet werden.
Lumen pro Watt Lumen pro Watt beschreibt die Lichtausbeute einer Leuchte. Der Wert hilft, die Effizienz einer Beleuchtung einzuordnen. Für professionelle LED Beleuchtung muss er aber mit Lichtqualität, Lebensdauer und Anwendung zusammen betrachtet werden.
Candela Die Lichtstärke in Candela beschreibt, wie stark Licht in eine bestimmte Richtung abgegeben wird. Candela ist wichtig, um gerichtetes Licht, Lichtverteilung, Abstrahlverhalten und die Wirkung von Optiken besser zu verstehen.
Leuchtdichte Die Leuchtdichte beschreibt, wie hell eine Fläche aus Sicht des Betrachters erscheint. Leuchtdichte ist wichtig für Wahrnehmung, Kontrast, Blendung, Sehkomfort und die visuelle Wirkung einer beleuchteten oder leuchtenden Fläche.

Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Aspekte von Licht. Eine Leuchte kann viele Lumen erzeugen und wenig Watt aufnehmen, trotzdem hängt die tatsächlich nutzbare Beleuchtung von Lichtverteilung, Montagehöhe, Abstand, Oberfläche, Bewertungsfläche und Anwendung ab.


Welche Kriterien helfen bei Beleuchtungsanforderungen?

DIN EN 12665 macht verständlich, dass Beleuchtungsanforderungen nicht nur aus einzelnen Zahlen bestehen. Für eine fachgerechte Bewertung muss klar sein, welche Fläche betrachtet wird, welche Tätigkeit dort stattfindet und welche Lichtqualität dauerhaft benötigt wird.

Für die Einordnung von Beleuchtungsanforderungen sind besonders diese Kriterien wichtig:

Kriterium Was wird bewertet? Warum ist das wichtig?
Beleuchtungsniveau Die mittlere Beleuchtungsstärke Em beschreibt den durchschnittlichen Beleuchtungswert auf einer definierten Fläche. Sie hilft zu beurteilen, ob eine Fläche für die jeweilige Nutzung ausreichend beleuchtet ist.
Gleichmäßigkeit Die Gleichmäßigkeit U0 beschreibt, wie gleichmäßig Licht über eine Bewertungsfläche verteilt ist. Starke Hell-Dunkel-Unterschiede können Orientierung, Sehkomfort und sichere Arbeit erschweren.
Blendungsbegrenzung Blendung entsteht, wenn Leuchten, Reflexionen oder helle Flächen die Sicht stören. Blendungsbegrenzung ist wichtig, damit Details sicher erkannt werden und die Beleuchtung nicht als störend oder ermüdend wahrgenommen wird.
Farbwiedergabe Der Farbwiedergabeindex CRI beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle erscheinen. Farbwiedergabe ist relevant, wenn Materialien, Markierungen, Sicherheitskennzeichen, Oberflächen oder Prüfmerkmale zuverlässig erkannt werden müssen.
Wartungszustand Der Wartungsfaktor MF berücksichtigt, dass Lichtleistung durch Alterung, Verschmutzung und Betriebsbedingungen abnimmt. Beleuchtung muss nicht nur im Neuzustand funktionieren, sondern auch langfristig ausreichend nutzbare Lichtqualität liefern.
Sehaufgabe Die Sehaufgabe beschreibt, welche Details, Kontraste, Bewegungen oder Informationen visuell erkannt werden müssen. Je anspruchsvoller die Sehaufgabe ist, desto genauer müssen Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit, Blendung und Farberkennung bewertet werden.

Beleuchtungsanforderungen entstehen deshalb aus dem Zusammenspiel mehrerer Kriterien. Erst wenn Fläche, Sehaufgabe, Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit, Blendung, Farbwiedergabe und Wartungszustand zusammen betrachtet werden, lässt sich Beleuchtung fachlich sinnvoll bewerten.


Wie hängt DIN EN 12665 mit anderen Beleuchtungsnormen zusammen?

DIN EN 12665 liefert die begriffliche Grundlage, während anwendungsbezogene Beleuchtungsnormen konkrete Anforderungen für bestimmte Bereiche festlegen. Dadurch lassen sich Begriffe wie Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendung oder Leuchtdichte in verschiedenen Normen fachlich richtig einordnen.

DIN EN 12665 unterstützt vor allem das Verständnis dieser Beleuchtungsnormen:

  • DIN EN 12464-1 Arbeitsstätten in Innenräumen Die DIN EN 12464-1 nutzt lichttechnische Begriffe, um Anforderungen an Innenarbeitsplätze, Arbeitsbereiche und Sehaufgaben zu beschreiben.
  • DIN EN 12464-2 Arbeitsplätze im Freien Die DIN EN 12464-2 überträgt Beleuchtungsanforderungen auf Außenarbeitsbereiche wie Betriebshöfe, Ladezonen, Verkehrswege und technische Außenanlagen.
  • DIN EN 12193 Sportstättenbeleuchtung Die DIN EN 12193 verwendet lichttechnische Kriterien, um Sportflächen je nach Sportart, Beleuchtungsklasse, Hauptfläche, Gesamtfläche und visueller Aufgabe zu bewerten.
  • DIN EN 13201 Straßenbeleuchtung Die DIN EN 13201 nutzt Beleuchtungsklassen und Bewertungsgrößen, um Straßen, Wege, Plätze und verkehrsbezogene Flächen sicher einzuordnen.

DIN EN 12665 ersetzt diese anwendungsbezogenen Normen nicht. Sie schafft das gemeinsame Begriffsverständnis, damit Anforderungen aus Innenraumbeleuchtung, Außenarbeitsbereichen, Sportstättenbeleuchtung und Straßenbeleuchtung fachbeleuchtung und Straßenbeleuchtung fachlich korrekt gelesen und verglichen werden können.


Wie hilft DIN EN 12665 in der Lichtplanung?

DIN EN 12665 hilft in der Lichtplanung vor allem dabei, Begriffe und Bewertungskriterien sauber zu verwenden. Dadurch wird klarer, welche Größe gemessen, berechnet oder beurteilt wird und welche Anforderungen aus der passenden Anwendungsnorm abgeleitet werden müssen.

Für Planung, Bewertung und Dokumentation von Beleuchtung ist besonders diese Reihenfolge sinnvoll:

Schritt Was wird geklärt? Warum ist das wichtig?
Begriffe eindeutig verwenden Zuerst muss klar sein, ob Lichtstrom, Beleuchtungsstärke, Lichtstärke, Leuchtdichte oder ein anderes Kriterium gemeint ist. Nur wenn die Begriffe eindeutig sind, lassen sich Leuchten, Flächen, Messwerte und Anforderungen fachlich korrekt vergleichen.
Anwendung bestimmen Danach wird festgelegt, ob es um Arbeitsstätten, Außenarbeitsbereiche, Sportstätten, Straßenbeleuchtung oder eine andere Beleuchtungsaufgabe geht. Die konkrete Anwendung entscheidet, welche anwendungsbezogene Norm und welche Anforderungen für die Bewertung relevant sind.
Bewertungsfläche festlegen Die Nutzebene und Bewertungsfläche müssen eindeutig bestimmt werden. Ohne definierte Fläche ist nicht klar, worauf sich Beleuchtungswerte, Gleichmäßigkeit und Messpunkte beziehen.
Messpunkte nachvollziehbar bewerten Für Berechnung oder Prüfung wird ein geeignetes Messraster verwendet. Ein Messraster verhindert, dass einzelne Zufallswerte überbewertet werden, und macht die Bewertung einer Fläche nachvollziehbar.
Ergebnisse dokumentieren Begriffe, Flächen, Annahmen, Bewertungsgrößen und Ergebnisse werden so festgehalten, dass die Lichtplanung fachlich überprüfbar bleibt. Eine klare Dokumentation hilft, Planung, Ausführung, spätere Prüfung und mögliche Modernisierung der Beleuchtung richtig einzuordnen.

DIN EN 12665 liefert dafür die begriffliche Grundlage. Die konkrete Auslegung erfolgt anschließend über die passende Anwendungsnorm und eine professionelle Lichtplanung, die Fläche, Sehaufgabe, Leuchtenanordnung, Wartungszustand und dauerhaft nutzbare Lichtqualität zusammen bewertet.


Häufige Fragen zur DIN EN 12665

DIN EN 12665 ist eine grundlegende Norm für Licht und Beleuchtung. Sie beschreibt Begriffe und Kriterien, die helfen, Beleuchtungsanforderungen fachlich eindeutig zu verstehen, zu beschreiben und einzuordnen.

DIN EN 12665 wird verwendet, um lichttechnische Begriffe und Bewertungskriterien einheitlich anzuwenden. Sie schafft eine gemeinsame Grundlage für Planung, Bewertung, Messung, Dokumentation und das Verständnis anderer Beleuchtungsnormen.

DIN EN 12665 dient vor allem der Begriffs- und Kriterienklärung. Konkrete Anforderungen für bestimmte Anwendungen ergeben sich in der Regel aus anwendungsbezogenen Normen, zum Beispiel für Arbeitsstätten, Sportstätten oder Straßenbeleuchtung.

DIN EN 12665 bildet eine fachliche Grundlage, damit Begriffe und Kriterien in anderen Beleuchtungsnormen richtig verstanden werden. Dadurch lassen sich Anforderungen aus unterschiedlichen Normen sauberer lesen, vergleichen und anwenden.

DIN EN 12665 liefert grundlegende Begriffe und Kriterien. DIN EN 12464, DIN EN 12193 und DIN EN 13201 nutzen solche Grundlagen, um Anforderungen für Innenarbeitsplätze, Außenarbeitsbereiche, Sportstätten und Straßenbeleuchtung konkreter zu beschreiben.

In der Lichtplanung hilft DIN EN 12665 dabei, Bewertungsgrößen, Anforderungen und Qualitätskriterien eindeutig zu verwenden. Dadurch werden Berechnungen, Messungen, Planungsunterlagen und spätere Bewertungen fachlich nachvollziehbarer.


DIN EN 12665 weiter einordnen

Lichtbegriffe verstehen und Beleuchtungsanforderungen richtig einordnen

DIN EN 12665 ist besonders hilfreich, wenn Beleuchtung nicht nur oberflächlich nach Helligkeit bewertet werden soll. Die Norm schafft eine gemeinsame Grundlage, um Norm schafft eine gemeinsame Grundlage, um Begriffe, Bewertungsgrößen und Qualitätskriterien eindeutig zu verwenden.

Weitere Grundlagen zu Lichtstrom, Beleuchtungsstärke, Lichtstärke, Leuchtdichte, Gleichmäßigkeit, Blendung, Farbwiedergabe, Bewertungsflächen und Messung finden Sie im LED Ratgeber. So lassen sich lichttechnische Begriffe besser verstehen und Anforderungen aus verschiedenen Beleuchtungsnormen sicherer einordnen.

Für die praktische Anwendung ist wichtig: DIN EN 12665 liefert die begriffliche Grundlage, während anwendungsbezogene Normen die Anforderungen für konkrete Bereiche wie Arbeitsstätten, Außenarbeitsbereiche, Sportstätten oder Straßenbeleuchtung präzisieren.

Praxisbeispiele mit professioneller LED Beleuchtung für Industrie, Gewerbe, Außenflächen und Sportanlagen finden Sie in unseren LED Projektberichten und Referenzen. Informieren Sie sich außerdem über August Müller Lichttechnik als Hersteller professioneller LED Beleuchtung oder besuchen Sie den Online-Shop für professionelle LED Beleuchtung.